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Kirchentellinsfurt will Haushalt konsolidieren: Schuldenabbau, keine Kreditaufnahme
Keine großen Sprünge

Kirchentellinsfurt will Haushalt konsolidieren: Schuldenabbau, keine Kreditaufnahme

Mit kleinen Änderungen beschloss der Kirchentellinsfurter Gemeinderat einstimmig den von der Verwaltung vorgeschlagenen Haushaltsplan für dieses Jahr. Der steht „im Zeichen der Konsolidierung“: keine neuen Schulden, stattdessen Schuldenabbau. Den größten Investitionsbrocken bekommt die Schule.

27.02.2016
  • Manfred Hantke

Kirchentellinsfurt. Nur wenig Gegrummel war am Donnerstag im Gemeinderat über den Haushaltsvorschlag der Verwaltung zu hören. Zwar möchten alle viel mehr machen, aber das Geld ist derzeit wohl nicht vorhanden. Gründe: weniger Grundstücke wurden verkauft, die Gewerbesteuern flossen spärlicher. So speckte die Verwaltung ihren gesamten Haushalt um rund 1,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr ab. Er liegt nun bei knapp 18,6 Millionen.

Dennoch ist es „kein Nothaushalt, sondern ein solider“, befand SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Kriegeskorte. Er steht „im Zeichen der Konsolidierung und des Schuldenabbaus“, ergänzte Carmen Steffan (RAT). Dieses Jahr will die Gemeinde rund 2,5 Millionen Euro Kredite außerordentlich tilgen, die Schulden von 6,1 auf 3,3 Millionen drücken, die Pro-Kopf-Verschuldung drastisch senken – von 1105 Euro Ende 2015 auf 607 Euro Ende des Jahres.

Neue Kredite will die Gemeinde nicht aufnehmen, mit Investitionen hält sie sich dieses Jahr zurück. So entfallen auf den Vermögenshaushalt rund 5,2 Millionen (Vorjahr: 6,8 Millionen). Davon erhält die Graf-Eberhard-Schule eine knappe Million. Denn die Sanierung und der vollständige Umbau zur Gemeinschaftsschule sollen fortgesetzt werden. Die Zuschüsse über 700 000 Euro sind zugesagt, ob sie dieses Jahr kommen, ist nicht ganz klar. Die Arbeiten sollen in die Sommerferien gelegt werden, die Planungen müssen jetzt beginnen. Ein „Aussetzen“ bestimmter Arbeiten, wie Peter Beckert (CDU) andachte, sei „nicht fair“ (Manfred Wolpert-Gottwald, GAL) und „kein gutes Signal“ (Bürgermeister Bernd Haug). Saniert werden soll auch die Dorfstraße 38, die Dächer der Zehntscheuer In der Gass und des Schützenhauses. Je 200 000 Euro sind für das Regenüberlaufbecken im Dammweg und für eine neue Wasserleitung in der Sonnenhalde eingeplant.

Mit 13,3 Millionen Euro ist der Verwaltungshaushalt (Personal- und Sachausgaben) nur um 130 000 Euro kleiner als im Vorjahr. Ein großer Brocken sind die Personalkosten mit rund 3 Millionen. „Allein für Kindergärten“ gibt die Gemeinde 190 000 Euro mehr aus, „da sind keine großen Steigerungen mehr drin“, mahnte Peter Beckert (CDU). Er monierte die „deutlich gesunkene Zuführungsrate“ vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt (knapp 232 000 Euro). Auch die einst stattliche Rücklage sei nahezu aufgebraucht, auf 560 000 Euro gesunken.

Viele Projekte müssten aufgeschoben werden, beklagten die Räte unisono: die Schlosssanierung, der Rundwanderpfad und die Verlagerung des Bauhofs. Dringend müssten „bezahlbare Wohnungen“ gebaut und Straßen saniert werden.

Trotz großer Zurückhaltung bei Investitionen genehmigte der Rat zwei neue Anträge: So beantragte die FWV 10 000 Euro für ein Buch zur Geschichte des Einsiedels. Das ist laut Andreas Heusel (FWV) mit Texten von ihm und Ratskollege Peter Maier (CDU) nahezu fertig. Die 10 000 Euro würden durch den Erlös wieder hereingeholt. Und Haug wollte den Abmangel durch das Dorfstraßenfest von 2000 auf 5000 Euro erhöhen, um die Vereine nicht zu belasten. Sie hätten beim letzten Mal den Abmangel zahlen müssen. Haug: „Das kam nicht gut an.“

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27.02.2016, 01:00 Uhr

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