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Immer korrekt

Kirchentellinsfurter Politesse erregt Aufsehen

Politesse bedeutet im Französischen „Höflichkeit“. Doch der erst seit wenigen Wochen in Kirchentellinsfurt aktiven Vollzugsbediensteten werfen Autofahrer „unsensibles Vorgehen“ vor.

03.12.2014
  • Manfred Hantke

„Unsensibel“ deshalb, weil die Dame in Uniform offenbar jedem Parksünder rigoros einen Strafzettel verpasst. Ausreden gelten nicht. Selbst Ladeninhaber haben sich schon beschwert, weil die Knöllchen die Autofahrer vertreiben und jene nicht mehr im Ortskern einkaufen wollten.

Die unnachsichtige Knöllchenvergabe war jüngst auch Thema im Gemeinderat. Manfred Wolpert-Gottwald (GAL) brachte es in die Runde. Auch an Bürgermeister Bernhard Knauss hatten sich die ertappten Autofahrer bereits gewandt. „In keinem Fall“ aber sei der Strafzettel unberechtigt gewesen, so Knauss, „sie hat immer korrekt aufgeschrieben!“

Dass sich Parksünder verstärkt gegen das Knöllchen wehren, habe seine Ursachen vielmehr in der Vergangenheit, so Knauss. Da nämlich seien die Parkverstöße „kaum geahndet“ worden.

So hat also eine lax gehandhabte Parkraumüberwachung nahezu Gewohnheitsrechte geschaffen. Die Überziehung der Parkdauer oder Parken in Parkverbotszonen wurden für einige selbstverständlich. Doch nun bringen die gestiegenen Einnahmen reichlich Unmut in die (Autofahrer-)Gemeinde. Denn: Wenn damals ein Auge zugedrückt wurde, kann man heute dafür nicht bestraft werden. Die Anwendung von zweierlei Maß hat das Autofahrerherz erschüttert.

Der Politesse Nachsicht mit den Parksündern zu verordnen, stieß im Gemeinderat nicht auf Wohlwollen. Auch sollte der Streit nicht auf dem Rücken der Vollzugsbediensteten ausgetragen werden, mahnte Markus Appenzeller (FWV). Denn der ruhende Verkehr müsse beobachtet werden, die Politesse setze schließlich nur das um, was die Straßenverkehrsordnung vorschreibe.

So verständigten sich die Räte darauf, die „Anordnungslage nachzujustieren“. Die Parkdauer mit Parkscheibe könne von einer auf zwei Stunden erhöht werden, ebenso müssten unklar ausgeschilderte Stellen identifiziert und die Anordnung der Parkschilder verändert werden, so der Ratsschluss.

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03.12.2014, 12:00 Uhr

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