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Klarer, öfter, mit dem Kleinbus und bald bis nach Melchingen: Mössingens ÖPNV soll mit vielen kleinen Änderungen attraktiver werden

Ab 1. August gibt es zahlreiche Neuerungen im Mössinger Stadtverkehr, darunter viele Fortschritte. Verbindungs- Probleme Richtung Ofterdingen oder Nehren bleiben aber noch ungelöst.

23.07.2015
  • Eike Freese

Steinlachtal. Der Mössinger Stadtverkehr wird sich vom 1. August an maßgeblich ändern. Zu den Neuerungen gehören eine neue Linie, neue Fahrpläne oder auch mehr Angebote von Anmeldefahrten (siehe Artikel rechts unten). Zahlreiche auch kleinere Ergänzungen sollen nach dem Willen von Stadtverwaltung und Landratsamt den Busverkehr attraktiver machen. Manche davon sind logische Entwicklungen, andere eher Experimente mit den Mössingerinnen und Mössingern. „Es kommt jetzt auf die Bürgerinnen und Bürger an, dass sie den ÖPNV bei uns annehmen und damit erfolgreicher machen“, sagte OB Michael Bulander gestern bei der Vorstellung des Konzepts.

Klarere Strukturen im Stadtverkehr

Die Neuerungen im Bus-Verkehr kommen mit dem Wechsel des Mössinger Bus-Dienstleisters. Vom 1. August an wird das Rottenburger Unternehmen Edel die Fahrten des so genannten „Bündels Süd“ übernehmen. Nicht dazugehören etwa Verbindungen nach Ofterdingen oder Nehren. Oft in ihrer Qualität kritisiert, werden diese Routen erst in mehreren Jahren einen nennenswerten Wandel erfahren.

Für den Mössinger Stadtverkehr indes und die Anbindung der Teilorte erhoffen sich die örtlichen Planer einen klaren Vorteil. Tatsächlich wird die Struktur des hiesigen ÖPNV transparenter, die Streckenführung klarer – und durch regelmäßigere Abfahrts-Zeiten besser nachzuvollziehen. Wer die Mühe auf sich nimmt, das Angebot von Anmeldefahrten zu nutzen, kann auch am Sonntag und spät in die Nacht weit kommen.

Ohne diese Anmelde-Angebote ging es indes nicht: Abseits des Stoßverkehrs macht sich in Mössinger Bussen nämlich noch immer die altbekannte Leere breit, die ein noch besseres Angebot den Verantwortlichen derzeit unwirtschaftlich erscheinen lässt. So berichtet der Tübinger Nahverkehrs-Planer Ulrich Grosse, der auch in Mössingen mitgewirkt hat, von „teilweise nur 15 Personen täglich“, die die nun eingestellte Bus-Versorgung des Belsener Gebiets Pfingstwasen genutzt hätten.

Die neuen Fahrpläne sind im Internet abrufbar unter der Adresse www.naldo.de/fahrplan, aber auch bei zahlreichen Geschäften und Einrichtungen erhältlich – so auch in der TAGBLATT-Geschäftsstelle in der Mössinger Falltorstraße.

Die Buslinie 152 nach Talheim wird ab dem Winter-Fahrplan bis nach Melchingen fahren. Die Umstellungen ist wirtschaftlich und fahrplantechnisch problemlos – politisch allerdings war und ist sie umstritten. Jahrzehntelang sträubten sich Lokalpolitiker aus dem Zollernalbkreis gegen die nur wenige Kilometer lange Verbindung auf die Alb. Ein Argument: Schulen und Einzelhändler im Steinlachtal könnten den Standort oben auf der Alb unattraktiv machen. Aus den Burladinger Teilorten Melchingen und Salmendingen kamen meist positive Signale – doch Vertreter von Stadtverwaltung und Gemeinderat Burladingen sperrten sich gegen den Landkreis-übergreifenden Verkehr. Zuletzt stimmte der Burladinger Gemeinderat doch für die Strecke. Zunächst fünfmal am Tag soll der Bus nach Talheim auch die Talheimer Steige hinauf- und wieder hinunter fahren. Die Verbindung soll zunächst in einer mehrjährigen Probezeit angetestet werden.

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23.07.2015, 12:00 Uhr

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