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Kurze Pässe für den Sport

Kleine Lösungen gegen Hallennot

Die Walter Tigers brauchen dringend eine Trainingshalle. Auch andere Vereine benötigen Platz. Für große Würfe hat Tübingen kein Geld, aber kleinere Lösungen zeichnen sich ab. Eine Halle beim Gärtnereihof ist nicht dabei.

20.06.2012
  • Gernot Stegert

Tübingen. Eigentlich sollte das Thema Sporthallen erst im Juli auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Und bleibt dort auch. Doch durch eine Anfrage der SPD-Fraktion verriet die Stadtverwaltung schon am Montagabend den Zwischenstand der Planungen, aus dem sich bereits eine Vorentscheidung ergibt.

Der vom SV 03 Tübingen gewünschte Ausbau des Gärtnereihofs der Kommunalen Servicebetriebe (KST) zur Trainingshalle hat offenbar nur noch wenig Chancen auf Verwirklichung. Nach Angaben des Ersten Bürgermeisters Michael Lucke würde eine Konzentration der KST an der Sindelfinger Straße acht Millionen Euro kosten. Nur die Hälfte würde die Alternative betragen: ein Anbau dort mit Erhalt des Gärtnereihofs. Oberbürgermeister Boris Palmer sagte angesichts dieser Zahlen: „Somit steht für mich fest: Der Gärtnereihof bleibt Gärtnereihof.“

Im Gespräch ist außerdem der Neubau einer Zweifeldhalle. Zu bezahlen wäre diese aus einem Teil der vier Millionen Euro Differenz zwischen den beiden KST-Varianten. Drei Standorte werden dafür derzeit untersucht, teilte die Verwaltung mit.

Palmer bekannte sich zum Bedarf einer Trainingshalle des Basketballbundesligisten Walter Tigers: „Ich werde nicht den Abstieg riskieren, nur weil die Vorgaben des Verbands nicht eingehalten werden.“ Eine Lösung soll die Herrichtung der Ballsporthalle im Französischen Viertel neben der Panzerhalle sein. Die Tigers sollen dort laut Lucke „für die Saison 2012/13 ein verlässliches Zeitband“ vormittags und nachmittags von je 1,5 Stunden erhalten. „Wir werden alles tun, dass die Walter Tigers verlässliche Trainingszeiten haben“, sagte der für Sport zuständige Bürgermeister.

Weiter fragte die SPD nach dem Stand der Dinge bei der geplanten Traglufthalle am Uhlandgymnasium. Andreas Haas, Leiter des Fachbereichs Hochbau und Gebäudewirtschaft, berichtete von schwierigen Verhandlungen mit Anbietern, sagte aber: „Wir gehen davon aus, dass wir zum September eine Halle stehen haben.“

Kleine Lösungen gegen Hallennot
Der Gärtnereihof bleibt voraussichtlich, was er ist.

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20.06.2012, 12:00 Uhr

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