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Kleinere Dosis, bessere Bilder

Klinikum nimmt CT-Scanner der neuen Generation in Betrieb

Die Radiologie des Tübinger Uni-Klinikums hat einen so genannten Dual Source Computertomografen in Betrieb genommen. Das hochmoderne Gerät eröffnet neue Möglichkeiten in der individualisierten Diagnostik.

09.06.2015
  • ST

Tübingen. Als eines der ersten Geräte dieser Art in Süddeutschland wurde der CT-Scanner „Somatom Force“ kürzlich in der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Tübingen in Betrieb genommen. Dieser kann grundsätzlich für alle CT-Indikationen und bei allen Patienten eingesetzt werden. Die Vorteile des neuen Gerätes sollen jedoch vor allem Patienten mit besonders schwierigen oder komplexen diagnostischen Fragestellungen und Untersuchungsbedingungen zugute kommen, teilte das Uni-Klinikum mit. So würden beispielsweise Kinder oder Unfallopfer von der sehr schnellen Untersuchung bei geringer Strahlendosis besonders profitieren.

Ein großer Vorteil bei diesem Computertomografen ist, dass die Kontrastmittelmenge reduziert werden kann. Jodhaltige Kontrastmittel, sagte Prof. Konstantin Nikolaou, Ärztlicher Direktor dieser Radiologischen Abteilung, können gerade bei Älteren und chronisch Kranken eine zusätzliche Belastung für die Nieren darstellen.

Der „Somatom Force“-Scanner liefere auch in der Therapiekontrolle und der Krebsfrüherkennung einen hohen Mehrwert, so Prof. Fabian Bamberg, Leitender Oberarzt in der Abteilung Radiologie. Die so genannte funktionale 4-D-Bildgebung gibt nicht nur Aufschluss über die Beschaffenheit eines Tumors, sondern auch darüber, wie die Durchblutung und Tumoraktivität ist. Dies sei von wesentlicher Bedeutung für weitere Therapieentscheidungen.

Klinikum nimmt CT-Scanner der neuen Generation in Betrieb
Die neue Generation der Computertomografen liefert bei weniger Kontrastmittel und geringerer Strahlendosis aussagekräftigere Aufnahmen. Im Bild (von links): Assistenzarzt Dr. Christoph Schabel und Prof. Fabian Bamberg mit einem Probanden. Bild: UKT

Zwei Auszeichnungen wurden dieser Tage an den Tübinger Radiologen Prof. Fabian Bamberg vergeben. Für eine Arbeit über CT-Diagnostik der Herzgefäße erhielt Bamberg den mit 15 000 Euro dotierten Coolidge Award. Die Arbeit behandelt die Frage, wie man mit Computertomografischen Untersuchungen zwischen Infarkten und durch Stress verursachte Defekte unterscheiden kann. Ende Mai erhielt Bamberg zudem den Marie-Curie-Ring der Deutschen Röntgengesellschaft. Die Auszeichnung würdigt exzellente wissenschaftliche Arbeiten und Vorträge auf nationaler und internationaler Ebene.

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09.06.2015, 12:00 Uhr

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