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Kommentar über die WM-Tests der Nationalmannschaft

Knifflige Aufgabe

Selbstverständlich hat Joachim Löw an dem mauen Auftritt seiner Mannschaft im Prestigeduell mit Brasilien keinen Gefallen gefunden. Dem Bundestrainer, der mit seinem großen Stab aus Assistenten und Beratern jeden Schritt auf dem Weg zur WM bis ins Detail zu planen pflegt, ist jedoch zuzutrauen, dass er die Pleite gegen den spielstarken und höchst ambitionierten Kontrahenten durchaus einkalkuliert hatte. Denn Löw tat genau das, was er in dieser Phase kurz vor dem Ernstfall tun musste: testen.

29.03.2018

Von Armin Grasmuck

Es war seine Idee, die jungen und wenig erfahrenen Akteure in einem Freundschaftsspiel auf höchstem Niveau auszuprobieren. Er schickte eine Mannschaft auf den Rasen, die in Russland in dieser Formation auf keinen Fall antreten wird. In der Konsequenz kann er nun festhalten: Einigen Spielern fehlt vielleicht doch noch die nötige Reife, um bei der WM bestehen zu können.

Die erste Elf, das Gerüst aus Weltmeistern des Jahres 2014 wie Neuer, Boateng, Hummels und Kroos und anderen Etablierten, hat oft genug bewiesen, dass sie den höchsten Ansprüchen genügt. Dahinter klafft die eine oder andere Lücke. Im Angriff fehlt weiter ein Voll- strecker von Weltformat.

Seine hochdekorierte Garde mit jugendlicher Frische, dem reinen Hunger nach Erfolg und dem leidenschaftlichen Drang zum Abschluss anzureichern, das ist die knifflige Aufgabe, die Löw in den kommenden elf Wochen zu lösen hat.

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Erstellt:
29. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2018, 06:00 Uhr

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