Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Knowing

Nicolas Cage als Astrophysiker stemmt sich in dem Mix aus Mystery und knallharter Action dem Untergang der Welt entgegen.

Nicolas Cage als Astrophysiker stemmt sich in dem Mix aus Mystery und knallharter Action dem Untergang der Welt entgegen.

Knowing

© null 01:46 min

USA

Regie: Alex Proyas
Mit: Nicolas Cage, Rose Byrne, Chandler Canterbury, Lara Robinson

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
23.11.2015
  • che

Zwar zählt Hollywood zum eher aufgeklärten Amerika, aber völlig vernach­lässigen kann es die vielen Millionen Evangelikalen und anderweitig Abergläubischen im Land natürlich nicht. Das wäre soweit in Ordnung, wenn Menschen, die sich im Kino ungern religiös berieseln lassen, vorgewarnt würden, vielleicht mit einem roten Signalkreuz auf dem Plakat.

Der Film von Alex Proyas ("The Crow", "I Robot") pirscht sich indes als ganz normaler Mysterythriller an uns heran. Nicolas Cage spielt einen Astrophysiker, der mit seinem kleinen Jungen schwer unter dem wissenschaftlich unfassbaren Tod seiner Frau leidet. Weitere Risse bekommt sein rationales Weltbild, als ihm ein fünfzig Jahre altes Papier in die Hände fällt, auf dem verschlüsselt sämtliche Katastrophen der folgenden Jahrzehnte präzise vorhergesagt sind. Aus der Frage, ob sich die noch anstehenden Menschheitstragödien verhindern lassen, schöpft der Film zunächst einige Spannung und kann auch mit spektakulären Computereffekten etwa eines abstürzenden Flugzeugs Eindruck schinden.

Spätestens zur Halbzeit sind diese Reize aber verpufft, weil nach und nach jede auch nur filmimmanente Logik zum Teufel geht oder vielmehr in den Himmel fährt. Denn hier wird eben nicht augenzwinkernd mit dem üblichen Hollywood-Hokuspokus ein bisschen Angst geschürt, sondern bierernst die biblisch-apokalyptische Keule geschwungen. Im letzten Drittel wird dann der frömmelnde Schmonz so dick aufgetragen, dass man sich ernsthaft fragt, wieso nicht der alte Herr mit Rauschebart die Blitze höchstselbst zur Erde schleudert. Wenn zum Finale eine Feuerwalze New York den Erdboden gleich macht, dürfte allerdings auch in Talibanland Szenenapplaus garantiert sein.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 21.07.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
18.04.2009

12:00 Uhr

Ralf M schrieb:

Der letzte Mist. Der Film startet mässig, um dann umzu steiler abzufallen.



14.04.2009

12:00 Uhr

shevad schrieb:

Ein guter Schluss ziert alles, besagt eine Redewendung, und dieses hätte sich Alex Proyas zu Herzen nehmen sollen ... oder zumindest derjenige, der das letzte Amen unter das Drehbuch setzte. Der Film kann streckenweise, eigentlich über fast die gesamte Dauer, überzeugen, die Katastrophenszenen reißen einen förmlich aus dem Kinosessel vor Energie, doch die lahmen Mysteryelemente, die leider allzu gängigen Klischees und vor allem der unbefriedigende, vor religiösem Kitsch triefende Schluss machen einen guten Film zunichte.



Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige