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Es war ein braver Junggeselle

Kolpingsfamilie feierte ihr 50-jähriges Bestehen

Am Samstag feierten die 31 Mitglieder der Kiebinger Kolpingsfamilie ihr 50-jähriges Bestehen. Das Leben und Werk des „braven Junggesellen“ Adolph Kolping war in all den Jahren ihr Leitbild.

08.03.2010
  • Lena Riester

Kiebingen. Mit einem Gottesdienst in der Heilig-Geist Kirche begann für die gut 100 Gäste der Jubiläumsabend. Diözesanpräses Christoph Maria Schmitz hatte die liturgische Leitung. Zu Beginn zog er mit Vertretern der geladenen Kolpingsfamilien, die ihr jeweiliges Banner trugen, in die Kirche ein. „Anwesend waren Mitglieder aus allen Kolpingsfamilien des Bezirks Tübingen-Horb, sowie aus Freudenstadt und Reutlingen“, sagte Gottfried Mayer, Vorsitzender der Kiebinger Kolpingsfamilie. Die etwa 50 Sänger des hiesigen Paulus Chors halfen den Gottesdienst feierlich zu gestalten. „Die Kollekte möchten wir für den Aufbau von Kolpingfamilien in Paraguay spenden“, sagte Mayer.

Nach der Messe lud der Verein zum Stehempfang in den Bürgersaal. Es gab Häppchen und Getränke, an den Wänden hingen viele Plakate, die verschiedene Aktionen der Kolpingsfamilie seit ihrer Gründung 1960 in großen Bildern präsentierten: Ausflüge, Fasnetsauftritte, Alteisen- und Altpapiersammlungen, Weiterbildungskurse, Adolph Kolpings Leben und Werk und vieles mehr.

In seiner Rede blickte Mayer auf ein halbes Jahrhundert zurück. Am 6. März 1960 sei die Gründungsfeier gewesen und seit da habe die Kolpingsfamilie ein „dichtes Programm“ und „ein breites Spektrum an Tätigkeiten“ gehabt. Es habe unter anderem Vorträge zu den verschiedensten Themen gegeben; die Mitglieder übernahmen verschiedene Aufgaben in der Gemeinde und halfen zum Beispiel beim Bau der neuen Kirche.

Diözesanpräses Schmitz überbrachte Glückwünsche der Diözese und wünschte den Kiebingern „alles Gute und allen Segen“. „Ihr habt euch auf den Weg gemacht und seid heute hier angekommen“, sagte Klaus Konrad, Bezirkspräses, und fuhr fort: „Und es soll weitergehen. Die Zukunft beginnt heute.“ Er wünschte den Gastgebern, dass sie weiterhin so agil bleiben und bemerkte, dass es noch viele Probleme und Fragen gebe, über die man nachdenken könne.

Ernst Schiebel vom Rottenburger Patenverein dachte an die Anfänge zurück. Eigentlich gehe die Geschichte des Vereins weiter als 50 Jahre zurück. Schon vor 1960 nahmen die ersten Kiebinger mit dem Fahrrad und zu Fuß den Weg nach Rottenburg auf sich, um bei Veranstaltungen der dortigen Kolpingsfamilie mitzumachen.

Oberbürgermeister Stephan Neher war auch unter den Gratulanten. Er hob besonders das umfassende Programm des Vereins hervor: Angebote zu politischen Themen, zu praktischen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Kochkurse, und auch Sportangebote. Neher sieht in der Kolpingsfamilie Zukunft, vor allem in zwei Bereichen: „Die Familie hat einen hohen Stellenwert, egal in welcher Kultur“, deshalb sei das Thema Familie, mit dem sich der Verein immer wieder auseinander setze, so wichtig. Die Bildung voranzubringen sei ein zweiter wichtiger Ansatz Kolpings gewesen. „Die soziale Herkunft soll nicht darüber entscheiden, wer welche Chancen in unserer Gesellschaft hat.“

Ortsvorsteherin Elisabeth Schröder-Kappus bedankte sich bei der Kolpingsfamilie für das vielseitige soziale Engagement. Der Verein sei in der Dorfgemeinschaft „an der Schnittstelle zwischen Kirche und bürgerlicher Gemeinde“ und sie wünsche sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

„Die Kolpingsfamilie ist aus unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken“, sagte Eugen Fesseler, Zweiter Vorsitzender des Kiebinger Kirchengemeinderates. „Schöpft Kraft aus euren Anfängen und bewahrt euch den Schwung“, wünschte er den Vereinsmitgliedern.

Mayer dankte für die vielen lobenden Worte und für die Geldgeschenke, die der Verein zum Jubiläum bekam. Zum Abschluss des Programms, bevor der Abend gemütlich ausklang, stimmten die Gäste das Lied „'S war einst ein braver Junggeselle“ an, das vom Leben Kolpings erzählt.

Kolpingsfamilie feierte ihr 50-jähriges Bestehen
Die Kiebinger Kolpingsfamilie 1960: In der ersten Reihe von links nach rechts Alois Hönle, Christoph Raidt, Josef Geiger, Walter Wellhäußer, Berthold Wellhäußer, Berthold Stopper. Zweite Reihe: Erich Wellhäußer, Karl Langheinz, Fidel Langheinz, Gerhard Wellhäußer, Edmund Geiger. Dritte Reihe: Josef Hönle, Helmut Rommel, Diözesanpräses Kronmayer, Präses Semle, Pfarrer Karl Rupp, Rudolf Stopper, Alfons Müller, Josef Geiger. Vierte Reihe: Peter Zärle, Alfons Geiger, Günther Bäuerle.

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08.03.2010, 12:00 Uhr

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