Fußball

Kommentar: Bayerischer Zündstoff

Hansi Flick hat die Nase voll. Und keine Lust mehr auf die Diskussionen um seine Person, die Spekulationen darüber, ob er den Rekordmeister am Saisonende verlässt und Nachfolger des scheidenden Bundestrainers Jogi Löw wird.

10.04.2021

Von CARSTEN MUTH

Spekulationen, die der Trainer des FC Bayern am Köcheln hält, weil er ein Treuebekenntnis zu seinem Klub vermeidet. Flick mag sich auch nicht mehr mit seinem Sportchef Hasan Salihamidzic streiten, wie er am Freitag in einer Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Union Berlin sagte. Und doch heizte er den Zwist zusätzlich an.

Der 56-Jährige gab sich eine Teilschuld an der verfahrenen Situation, sagte aber auch: „Ich versuche das Ganze so zu lösen, dass es im Sinne des Vereins ist. Alles andere kommt nicht von mir.“ Sondern von Salihamidzic, ließ Flick wissen, ohne dessen Namen auszusprechen. Flick mag nicht mehr verbergen, dass ihn das Kompetenzgerangel mit dem hemdsärmligen Salihamidzic in Kaderfragen gewaltig nervt. Und doch befördert er es. Am Freitag ließ der Coach wissen, sein Team sei im vergangenen Jahr besser gewesen als das aktuelle. Ein Aussage, die wohl auf Salihamidzic zielte, der die abgewanderten Top-Spieler wie Thiago oder Ivan Perisic nicht gleichwertig ersetzen konnte.

Unterdessen hat Karl-Heinz Rummenigge mit der Faust auf den Tisch gehauen. Der Vorstandsboss fordert ein Ende des Dauerzoffs. Doch der schwelt fröhlich weiter.

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Erstellt:
10. April 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. April 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. April 2021, 06:00 Uhr

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