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Kommentar: Lernendes Unternehmen

26.11.2015

Von THOMAS VEITINGER

Irgendwann war es Daimler zu viel. Die Eigenwerbung "Das Beste oder nichts" passte nicht zu Stundenlöhnen von unter vier Euro, mit denen der Autobauer in Verbindung gebracht wurde. Dazu kamen verlorene Gerichtsverhandlungen im Zusammenhang mit Scheinwerkverträgen, die für Schlagzeilen sorgten. Es drohte ein Imageschaden.

Doch einen guten Konzern zeichnet auch aus, dass er lernfähig ist. Die Informationspolitik wurde geändert, soziale Standards beschlossen und kontrolliert. In dem Vertrag, den Daimler nun mit der Rentenversicherung geschlossen hat, klingt es nochmal danach, dass der Konzern sich darüber bewusst, ist, dass bei den Arbeitsverhältnissen der Testfahrer manches aus dem Ruder gelaufen ist. In jüngster Zeit gibt es so gut wie keine Probleme mehr, trotz weiter bestehender Werkverträge. Verbindungen etwa mit Fernsehköchin Sarah Wiener, die die Gastronomie im Daimler-Museum leitete und in Verdacht stand, gegen das Arbeitszeitrecht verstoßen zu haben, wurden aufgelöst.

Daimler machte in der Vergangenheit den Fehler vieler Unternehmen: Geld an falschen Stellen zu sparen - hier auf Kosten von Mitarbeitern in Subunternehmen. Wie hat es einst Robert Bosch treffend formuliert: "Lieber Geld verlieren als Vertrauen."

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Erstellt:
26. November 2015, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
26. November 2015, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. November 2015, 08:30 Uhr

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