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Härter verfolgen

Kommentar zu säumigen Trennungseltern

Ein Fehlbetrag von 1,8 Milliarden Euro ist eine Menge Geld. Er fehlt in den Kassen von Bund und Ländern, weil Eltern, die nach einer Trennung zu Unterhalt für ihre Kinder verpflichtet sind, nicht zahlen.

19.02.2019

Von Ulrike Sosalla

Dass sich das Loch innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt hat, geht vor allem auf eine Gesetzesänderung zurück: Seit Mitte 2017 springt der Staat deutlich länger ein, wenn Alleinerziehende ohne das ihnen zustehende Geld ihres Ex-Partners über die Runden kommen müssen.

Die Änderung war im Interesse der Alleinerziehenden überfällig. Denn die Grenzen bei Alter und Bezugsdauer dienten zuvor vor allem dazu, die Kosten des Unterhaltsvorschusses gering zu halten und das Problem auf die Alleinerziehenden abzuwälzen.

Nun, da die Kosten beim Staat auflaufen, wird überdeutlich, wie riesig das Problem tatsächlich ist. So weh es auch tut: Hier dürfen die Länder jetzt nicht sparen, sondern müssen investieren: in eine bessere Ausstattung der Jugendämter und der Justiz, damit diese überhaupt in der Lage sind, säumige Zahler zu verfolgen. Denn hier geht es um die Zukunft der betroffenen Kinder.

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Erstellt:
19. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2019, 06:00 Uhr

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