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Krimi

Kommissarin Lindholm in großen Nöten

Der neue „Tatort“ mit Maria Furtwängler und Florence Kasumba startet furios, baut dann aber gewaltig ab.

27.03.2020

Von MARTIN WEBER

Göttingen. Dieser „Tatort“ startet wie ein Albtraum: Ein Mann hält Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ein Messer an den Hals, deren Kollegin Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) muss zum letzten Mittel greifen und den Angreifer mit einem gezielten Schuss in den Kopf ausschalten. Bei ihrem zweiten gemeinsamen Fall werden die beiden Beamtinnen an ihre Grenzen geführt.

Es geht um militärische Geheimexperimente mit gruseligen Psycho-Waffen, mittels derer die Nervenkostüme feindlicher Soldaten zerstört und die Gehirne in der eigenen Truppe auf Vordermann gebracht werden können. Eigentlich ein spannendes Thema, mit dem sich der Krimi „Tatort: Krieg im Kopf“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) aber leider etwas verhebt.

Dazu kommt, dass der neue Fall des „Tatort“-Teams aus Göttingen arg gemächlich dahinplätschert, so dass nach dem rasanten Auftakt eigentlich nicht mehr viel los ist. Statt eines spannenden Politthrillers, in dem die unerschrockenen Kommissarinnen bei der Aufdeckung einer Verschwörung von Rüstungsindustrie und Militär von einer Not in die nächste geraten, wird im Prinzip nur ganz gewöhnliche Krimikost geboten: kaum Action, dafür Dialoge satt – etwas mehr Mut bei Drehbuch und Regie hätte diesem von Jobst Christian Oetzmann staubtrocken inszenierten „Tatort“ wirklich gutgetan.

Richtig viel Mut beweisen wenigstens die beiden Kommissarinnen Lindholm und Schmitz, die sich von der traumatisierenden Erfahrung mit dem getöteten Messer-Angreifer Benno Vegener (Matthias Lier) und auch von ihrem besorgten Vorgesetzten nicht von ihren Ermittlungen abhalten lassen. Martin Weber

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Erstellt:
27. März 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. März 2020, 06:00 Uhr

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