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Wachstum

Konjunktur: Goldene Jahre wohl vorbei

DIW-Chef Marcel Fratzscher erwartet nach 2017 eine deutlich schwächere Wirtschaftsentwicklung.

07.01.2017

Von DPA

Berlin. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Ökonomen Marcel Fratzscher nach einem weiteren guten Jahr 2017 in mittlerer Frist nur noch schwach zulegen können. „Das Wirtschaftswachstum wird bergab gehen, daran besteht kein Zweifel“, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Freitag). Die „goldenen Jahre“ dürften bald vorüber sein.

Vor allem der robuste Arbeitsmarkt werde die Konjunktur im laufenden Jahr noch stützen. Danach werde es aber wohl deutlich schwieriger, glaubt Fratzscher: „Bereits heute können wir eine Million Stellen wegen des Arbeitskräftemangels nicht besetzen. Wenn die Beschäftigtenzahl sinkt, geht auch das Wachstum zurück.“ Entscheidend seien in der kommenden Zeit größere Investitionen des Staates: „Die Regierung muss mehr in Infrastruktur investieren. Dabei geht es nicht nur um Straßen und Brücken, sondern auch um digitale Infrastruktur. (...) Außerdem geben wir viel zu wenig für Bildung aus.“ Fratzscher hatte bereits im Herbst vor den Folgen einer Investitionsschwäche gewarnt. Dieser Meinung hatten sich andere Ökonomen wie Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise angeschlossen.

Am Donnerstag, 12. Januar, legt das Statistische Bundesamt Zahlen zur Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2016 vor. dpa

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Erstellt:
7. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Januar 2017, 06:00 Uhr

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