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Konjunktur droht
Abkühlung
Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK. Foto: dpa
Wachstum

Konjunktur droht Abkühlung

Aktuell sind die Unternehmen mit ihrer Geschäftslage hoch zufrieden. Doch für 2017 wächst die Skepsis.

21.10.2016
  • DIK

Berlin. Im nächsten Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft deutlich an Schwung verlieren und nur um 1,2 Prozent wachsen. Das schätzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aufgrund seiner neuesten Konjunkturumfrage, an der sich über 27 000 Unternehmen beteiligten. „Die konjunkturelle Dynamik lässt nach“, lautet das Resümee von DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Hautgrund ist die Erwartung, dass der Export kaum zunimmt. Der DIHK ist pessimistischer als die Bundesregierung und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die beide gerade 1,4 Prozent für 2017 prognostiziert hatten.

Derzeit laufen die Geschäfte noch besser als erwartet. Daher korrigierte Wansleben seine Prognose für 2016 nach oben: Statt 1,5 Prozent hält er jetzt 1,9 Prozent Wachstum für möglich. „Bislang haben uns Konsum und Bau bemerkenswert gut durch das Jahr getragen“, sagt er. Die Zahl der zusätzlichen Stellen dürfte um knapp 500 000 steigen, deutlich stärker als zuletzt prognostiziert. Unter den größten Risiken ist der Fachkräftemangel an die erste Stelle gerückt. Er hat damit die Inlandsnachfrage überholt.

In Baden-Württemberg sieht es noch etwas besser aus, zeigt die Auswertung der über 4000 Antworten aus dem Land: Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten beurteilen deutlich mehr Unternehmen positiv als im Bundesdurchschnitt, und von einer schlechteren berichten erheblich weniger. 35 Prozent der Betriebe rechnen mit steigenden Exporten; bundesweit sind es nur 29 Prozent. Die Nachfrage aus dem In- und Ausland habe seit dem Frühsommer an Dynamik verloren, heißt es in der Analyse. Am besten geht es der Bauwirtschaft. Die Industrie hofft auf mehr Exporte. Bei den Beschäftigungsabsichten sind die Betriebe etwas vorsichtiger als zu Jahresbeginn: 22 Prozent wollen neue Stellen schaffen, 14 Prozent das Personal reduzieren. dik

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21.10.2016, 06:00 Uhr

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