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Dorfplatz oder Parkplatz

Kontroverse Rats-Debatte um die Neugestaltung des Rathausvorplatzes

Fünf Varianten für die Neugestaltung des Platzes vor dem Remmingsheimer Rathaus standen zur Auswahl. Am Montag wählte der Gemeinderat eine davon aus, nach kontroverser Debatte.

10.02.2010
  • michael hahn

Remmingsheim. Der jetzige Dorfplatz gilt allgemein als Fehlplanung. Zu kleinteilig, fast gerümpelig, schwer zu begehen. Und das massive Buswartehäuschen vorne an der Hauptstraße beeinträchtigt den Blick auf das dahinter liegende Schmuckstück, das neu gestaltete Rathaus.

300 000 Euro will sich die Gemeinde die Neugestaltung des Dorfplatzes kosten lassen – allerdings nur, wenn das Land dazu einen Zuschuss aus dem Landessanierungsplan gewährt. Bürgermeister Gunter Schmid hofft auf mindestens 100 000 Euro. Die Entscheidung soll „um Ostern herum“ fallen. Bei einer Ablehnung will Schmid den Umbau des Platzes auf 2011 verschieben.

Seit einem Jahr beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Neugestaltung – bisher stets in nicht-öffentlicher „Vorberatung“. Am Montag stand das Thema zum ersten Mal auf der öffentlichen Tagesordnung. Trotzdem erschienen nur zwei Zuhörer. „Davon bin ich enttäuscht“, gestand Schmid.

Simon Steiff von der ULDA beantragte sogar eine Vertagung. Da die bisherigen Pläne immer nicht-öffentlich gewesen seien, habe er diese noch nicht mit Bürgern besprechen können. Die Mehrheit des Rates hielt das Thema aber für entscheidungsreif und lehnte den Vertagungsantrag ab.

Uli Fechner vom Empfinger Architekturbüro Gförer stellte am Montag fünf Planvarianten vor. Sie unterschieden sich vor allem in der Anordnung der Autostellplätze. Nach fast zweistündiger Debatte entschied sich das Gremium für die (oben abgebildete) „Variante 1“. Die Aufteilung des Rathausvorplatzes bleibt damit im Prinzip, wie sie heute ist. Die Stellplätze bleiben am Westrand des Areals (im Bild hinten rechts). Am Ostrand (also entlang der Hohenzollernstraße vorne links) soll es keine zusätzlichen Stellplätze geben (wie es eine andere Variante vorsah).

Die drei ULDA-Räte wollten so wenig Stellplätze wie möglich. Sabine Gehweiler wollte den Rathausvorplatz „wohnlicher machen“. Geparkte Autos würden beispielsweise bei einem „Stehempfang bei einer Hochzeit“ nur stören.

Dagegen wünschte sich Bürgermeister Schmid eher mehr Stellplätze als bisher. Besonders bei Veranstaltungen im gegenüber liegenden Bürgerhaus werde häufig die Parkfläche knapp; aber auch tagsüber, wenn die Leute zum Friseur und zum Arzt kommen. So sah es auch die zehnköpfige FWG-Mehrheit. „Aus Wolfenhausen und Nellingsheim kann man nun mal nicht herlaufen, wenn man nach Remmingsheim aufs Rathaus will“, meinte Andreas Braun. Und Falko Breuning war sich sicher: „Wenn ich die Leute frage, was sie am Rathaus am meisten vermissen, dann antworten 100 Prozent: Stellplätze!“

Umstritten war auch, ob der – bisher abschüssige – Platz höher oder tiefer gelegt werden sollte. Die drei ULDA-Leute wollten eine Barriere (Treppenstufen und Mäuerchen) vorne an der Straße, die Mehrheit wünschte aber die Treppe erst hinten vor dem Rathaus. Otto Bräuning hatte sich alte Fotos angesehen: „Das war wunderschön, wo der Platz noch unten war. Wir sollten die Urzustand wiederherstellen.“

Das Büro Gförer soll nun die Details planen. Am 29. März will der Gemeinderat erneut beraten.

Kontroverse Rats-Debatte um die Neugestaltung des Rathausvorplatzes
Hauptstraße und Bushaltebucht vorne rechts gehen ebenerdig in den neuen Dorfplatz über. Das Buswartehäuschen soll auf den Platz selbst verschoben und freundlicher gestaltet werden, eventuell mit einem Glasdach (vorne Mitte). Kurz vor dem Rathaus (hinten links) geht es drei Stufen nach oben – womit man die letzten Meter vor dem Haupteingang auch als Bühne für ein Platzkonzert nutzen könnte. Die Bäume und Büsche sollen in beweglichen Kübeln wachsen, damit man gegebenenfalls auch mal ein Festzelt aufstellen kann. Skizze: Büro Gförer

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10.02.2010, 12:00 Uhr

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