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Konzertsaal wie ein Weinberg
Terrassenförmig: der neue Konzertsaal in Dresden. Foto: dpa
Musik

Konzertsaal wie ein Weinberg

Am Freitag wird der umgebaute Kulturpalast Dresden eröffnet. Er ist eine Balance aus Alt und Neu.

26.04.2017
  • DPA

Dresden. Baulärm bis zum ersten Ton: Der für 100 Millionen Euro umgebaute Dresdner Kulturpalast wird bis zur Eröffnung am Freitag eine Baustelle sein. „Bauen ist sonst ein Kampf gegen das Wasser. Bei uns ist es ein Kampf gegen die Zeit“, sagt Bau-Geschäftsführer Axel Walther. Vor allem mit der Beleuchtung und mit Malerarbeiten habe man bis zuletzt zu tun. Am Freitagabend wird der Kulturpalast mit einem Festakt eröffnet.

Der ursprünglich 1969 eröffnete Palast wird seit 2012 nach Entwürfen der Architekten Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) umgebaut. Im Zentrum steht ein akustisch hochwertiger Konzertsaal für die Philharmonie. Er ist schmaler und höher als der alte Mehrzwecksaal, der auch zu Kongressen diente.

Die Ränge sind wie in einem Weinberg terrassenförmig um die Bühne angeordnet und bieten 1800 Zuschauern Platz. Der Nachhall liegt bei 2,2 bis 2,4 Sekunden, die Akustik soll den „warmen Klang“ der Dresdner Philharmoniker zur Geltung bringen – eine Vorgabe der Ausschreibung.

Mit Bibliothek und Kabarett

Nach den Worten des Architekten Stephan Schütz galt es, eine Balance zwischen Alt und Neu herzustellen. Tatsächlich sind viele Details aus dem alten Palast vertraut. Die Sitze im Konzertsaal haben ein korallenrotes Polster – die Farbe des früheren Teppichbelags. Auch die „Moki“-Deckenelemente in den Foyers sind eine Reminiszenz an DDR-Zeiten. Sie waren einst für das Kino International in Berlin entwickelt worden. Äußerlich wirkt der Palast, dessen bauliche Hülle unter Denkmalschutz steht, wie zuvor. Die vormals getönten Scheiben sind nun hell.

Neu ist zweierlei: Auf zwei Etagen umschließen die Städtischen Bibliotheken den Konzertsaal. Das Kabarett „Die Herkuleskeule“ zieht in den Keller.

Die Kosten werden um 15 Millionen Euro überschritten. Mit dem Kulturpalast, der im September mit der Orgelweihe komplett fertig ist, vollendet Dresden seine zweite große Kulturbaustelle binnen weniger Monate. Im Dezember 2016 war das Kraftwerk Mitte als Bühne der Staatsoperette und des Theaters Junge Generation eröffnet worden. Baukosten: 100 Millionen Euro. dpa

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26.04.2017, 06:00 Uhr

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