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Korntal-Münchingen

Korntal: Aufklärer soll Missbrauchsfälle untersuchen

Nach monatelangem Streit um die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Heimen der evangelischen Brüdergemeinde Korntal (Kreis Ludwigsburg) wagen Betroffene und Gemeinde einen Neuanfang.

13.12.2016
  • dpa/lsw

Korntal-Münchingen. Eine Gruppe aus ehemaligen Heimkindern, ihren Unterstützern, der Brüdergemeinde und zwei Mediatoren haben sich am Montag darauf geeinigt, einen unabhängigen Aufklärer zu suchen. Das teilte die Brüdergemeinde am Dienstag mit. 

Obwohl der Betroffene Detlev Zander, der den Missbrauch im Sommer 2014 öffentlich gemacht hatte, schon lange einen solchen Aufklärer fordert, hat er die Auftraggebergruppe verlassen. «Wir werden uns im Aufklärungsprozess nicht wieder in die Obhut der Brüdergemeinde geben», sagte Zander im Namen des Netzwerks Betroffenenforum der Deutschen Presse-Agentur. In der derzeit achtköpfigen Auftraggebergruppe sitzen zwei Vertreter der Brüdergemeinde.

Mehr als 200 ehemalige Heimkinder werfen der Brüdergemeinde vor, in den 1950er- bis 1980er-Jahren in den zwei Kinderheimen der Gemeinde sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden zu sein. Der Versuch einer Aufarbeitung war Anfang 2016 schon einmal gescheitert.

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13.12.2016, 16:34 Uhr | geändert: 13.12.2016, 14:51 Uhr

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