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Kommentar

Kräht ein Hahn danach?

Ja, wo laufen sie denn? Loriot, der verstorbene Meister des Humors, nutzte oft die Wiederholung als bewusst eingesetztes Stilmittel. Wie eben beim gezeichneten Sketch „Auf der Rennbahn“. Ja, wo laufen sie denn?“

13.01.2017

Von THOMAS GRUBER

Laufend können solche Pointen nicht immer funktionieren. Wir erinnern uns an die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro, als die Hahner-Zwillinge Lisa und Anna aus dem Team des Steinacher Managers Thomas Dold am Marathon teilnahmen. Es waren schon fünfzig, sechzig Starterinnen an der Copacabana im Ziel, da dachte manch einer schon an eine Hahner-Vermissten-Anzeige. Ja, wo laufen sie denn?

Das Ende ist manchem noch dunkel bis düster bekannt. Die Schwestern joggten quasi im Kuschel-Modus medienwirksam ins Ziel – Händchen haltend mit mehr als einer Viertel Stunde Verspätung auf die eigene Bestzeiten. „Einen olympischen Lorbeer haben sich die Hahner- Zwillinge mit ihrem Auftritt und ihren Leistungen nicht verdient“, hatte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen deutliche Worte gefunden: „Hand in Hand geht man spazieren, aber nicht über eine olympische Marathon-Distanz.“ Seine Kritik nach den Rängen 81 und 82: „Ein Schlag ins Gesicht!“

Jetzt haben die Zwillinge mindestens sieben Starts zwischen März und Mai angekündigt. Ja, wo laufen sie denn? Will das wirklich jemand wissen?

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Erstellt:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017, 06:00 Uhr

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