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Kommentar

Kragen zu Recht geplatzt

Nicoley Baublies ist alles andere als ein sturer Gewerkschafter. Überhaupt ist die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo ein Tarifpartner, mit dem man offensichtlich vernünftig reden kann.

03.11.2015
  • ROLF OBERTREIS

Insofern hat die Streikankündigung von Ufo eine besondere Qualität. Zumal die Lufthansa-Flieger gleich eine ganze Woche lang am Boden bleiben sollen. Die Flugbegleiter wissen um die schwierige Situation der Lufthansa, um die Attacken von Ryanair und der staatlichen Airlines vom Arabischen Golf. Sie haben deshalb in den vergangenen Monaten Zugeständnisse gemacht, obwohl Flugbegleiter bei Einstiegsgehältern von 1600 Euro brutto wahrlich nicht auf Rosen gebettet sind, sich auch Spitzengehälter in Grenzen und auch die Renten in sehr überschaubarem Rahmen halten. Das ist anders als bei den Piloten.

Jetzt ist Baublies - wie die allermeisten Flugbegleiter ein überzeugter Lufthanseat - der Kragen geplatzt. Zu Recht: Droht Stewardessen und Stewards selbst bei jahrzehntelanger Arbeit über den Wolken die Altersarmut ist das ein Skandal. Die Härte des Vorstandes gegenüber exzellent bezahlten Piloten kann man im Prinzip nachvollziehen. Die Haltung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr und seinen Vorstandskollegen gegenüber dem Kabinenpersonal ist allerdings mehr als fragwürdig.

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03.11.2015, 12:00 Uhr

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