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Krankenfahrdienst aus Leinfelden-Echterdingen siedelt sich in Börstingen an
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Krankenfahrdienst aus Leinfelden-Echterdingen siedelt sich in Börstingen an

Seit Februar gibt es in Börstingen eine neue Niederlassung der KFD Krankenfahrdienst Schwaben Süd GmbH. Mit zunächst zwei Fahrzeugen will das private Krankentransportunternehmen aus Leinfelden-Echterdingen von der Lohmühle aus sein südliches Einsatzgebiet bedienen.

12.04.2016
  • Ulrich Eisele

Börstingen. Die KFD Krankenfahrdienst Schwaben Süd GmbH ist ein privates Personenbeförderungsunternehmen mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Mit elf Krankentransportfahrzeugen und 16 Fahrern befördert das Unternehmen – sitzend oder liegend – Patienten, die während der Fahrt keine medizinische Betreuung brauchen. Auftraggeber sind in der Regel Kliniken, Altenpflegeheime und Ärzte.

Auch Patienten können Fahrten beauftragen

Aber auch die Patienten selbst können Fahrten beauftragen – beispielsweise zur Dialyse, Bestrahlung, Reha oder zum Besuch einer Arztpraxis. Überwiegend übernehmen die Kranken- oder Rentenkassen die Kosten für den Transport. Handelt es sich um Fahrten, die von der Kasse nicht übernommen werden – wie etwa den Besuch bei Verwandten –, rechnet der Krankenfahrdienst direkt mit den Patienten ab.

Der gesamte Fuhrpark des Krankenfahrdienstes Schwaben besteht laut KFD-Homepage aus neuen Mercedes-Benz Sprintern. Äußerlich ähneln die Fahrzeuge ein bisschen denen des Roten Kreuzes oder Arbeitersamariterbundes. Alle wurden nach Selbstauskunft „von Ambulanc Mobile so umgebaut, dass nicht nur sämtliche gesetzlichen Vorschriften für Krankentransporte erfüllt und die Fahrzeuge auf den neuesten technischen Stand gebracht wurden, sondern es wurde explizit darauf geachtet, dass ein maximaler Fahrkomfort für den Patienten erreicht wird“.

Auch die Mitarbeiter des Krankenfahrdienstes Schwaben Süd machen mit blau-gelben Uniformen den Eindruck eines Rettungsdienstes. Ein Hinweis auf ihre Qualifikationen findet sich nicht auf der Homepage. Tatsächlich handelt es sich bei KFD um ein Personentransportunternehmen, dessen Mitarbeiter lediglich einen speziellen Führerschein vorweisen müssen, den sogenannten P-Schein, sowie eine Unterweisung in lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erster Hilfe. Die Fahrzeuge sind zwar mit Vorrichten für Liegendtransport auf einer Bahre oder den Transport in einem Roll- oder Tragestuhl eingerichtet. Über eine Rettungsausrüstung wie ein Krankenwagen verfügen sie aber nicht.

Seit rund fünf Jahren im Großraum Stuttgart aktiv

Der Krankenfahrdienst Schwaben Süd ist seit rund fünf Jahren im Großraum Stuttgart aktiv und hat sich dort inzwischen etabliert. Auskünfte zum Geschäftsumfang und -umsatz gab das Unternehmen auf Anfrage nicht. Die Einsatzzentrale befindet sich bislang in Leinfelden-Echterdingen. Von dort aus bedient der KFD Einsatzorte in Stuttgart, Esslingen, Tübingen, Böblingen und Umgebung.

Der neuen Standort sei eröffnet worden, um das „südliche Einsatzgebiet“, die Kreise Tübingen und Böblingen zu bedienen, sagte KFD-Geschäftsführerin Anita Spajic dem TAGBLATT auf Anfrage. „Wenn wir von Stuttgart aus starten, stehen wir erst einmal im Stau“, erklärte sie. Da der Fahrdienst feste Abholzeiten garantiere, sei dies ein Problem. Zunächst würden zwei Fahrzeuge in Börstingen stationiert. „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt“, sagte Spajic. Bei Bedarf werde der Standort weiter ausgebaut.

Grundlage für den Krankentransport: Rettungsdienstgesetz

Die Grundlage für die Beförderung von kranken Personen und Menschen mit Behinderungen bildet in Baden-Württemberg das Rettungsdienstgesetz. Dort wird zwischen qualifiziertem Krankentransport und einfacher Krankenfahrt unterschieden. Bei Krankentransporten muss stets ein Rettungssanitäter und Notfallausrüstung dabei sein. Krankentransporte können auch von privaten Taxiunternehmen durchgeführt werden. Die Fahrer müssen lediglich einen Personenbeförderungsschein und eine Unterweisung in lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erster Hilfe haben. Dies schlägt sich auch im Preis nieder: Krankenfahrten kosten wesentlich weniger als Krankentransporte.

Ob ein Krankentransport notwendig ist oder ob eine einfache Krankenfahrt ausreicht, muss von einem Arzt entschieden werden. Diese Entscheidung bildet auch die Grundlage für die Abrechnung mit den Kassen.

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12.04.2016, 01:00 Uhr

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