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Das nötige Know-how

Kreis setzt bei der Zertifizierung auf die Zusammenarbeit mit der Energieagentur Horb

Die Kreisverwaltung setzt im Zug des Zertifizierungsverfahrens „European Energy Award“ im Bereich „Kommunikation und Kooperation“ auf die Zusammenarbeit mit der Energieagentur Horb. Die Wirtschaftsbeauftragte des Landkreises, Ira Oberweis, informierte im Technischen Ausschuss.

27.11.2013

Von Monika Schwarz

Kreis Freudenstadt. Grund für die Idee der Zusammenarbeit waren vergleichsweise schlechte Ergebnisse bei der im Vorfeld der Zertifizierung durchgeführten Sachstands-Analyse im Handlungsfeld Kommunikation und Kooperation. Während der Landkreis in allen anderen ? insgesamt waren es sechs ? untersuchten Bereichen Werte deutlich über 50 Prozent erreicht hatte, waren es in diesem Bereich gerade mal 37 Prozent. Das Gremium hatte die Verwaltung deshalb beauftragt, Verbesserungsmöglichkeiten zu sondieren, die möglichst schnell umzusetzen sind, gerade auch in im schulischen Bereich.

Sehr schnell habe man festgestellt, dass dem Landkreis zur Lösung dieser Aufgabe sowohl Personal als auch das nötige „Know-How? fehlt, so Oberweis. Gemeinsam mit der Energieagentur Horb habe man deshalb Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesucht und diese im schulischen Bereich auch gefunden. Einmal in Form eines Energieparlaments, bei dem die Energieagentur das Thema Energieeffizienz bei verschiedenen Veranstaltungen thematisiert. Ein weiterer Bereich wären die „Energiesparfüchse?. Grundgedanke dabei ist die langfristige Verankerung des Energiethemas über diese „Füchse? oder „Mentoren?, wofür es auch Fördermittel vom Umweltministerium gebe. Sie selbst und weitere Mitarbeiter im Landratsamt hätten allerdings nicht die Kapazität, das Thema in den Schulen umzusetzen, weshalb Unterstützung von außen notwendig sei.

Auch im Bereich der sonstigen Öffentlichkeitsarbeit könne man sich eine Zusammenarbeit mit der Energieagentur sehr gut vorstellen. Man denke da beispielsweise an eine Vortragsreihe in der Kreisvolkshochschule. Deshalb halte sie es für sinnvoll, 5000 bis 10 000 Euro der im Kreishaushalt eingestellten Mittel für das Zertifizierungsverfahren für den Service der Energieagentur zur Verfügung zu stellen. „Ich meine, das ist sehr gut angelegtes Geld?, sagte auch Landrat Dr. Klaus Michael Rückert. Walter Trefz (Grüne) machte darauf aufmerksam, dass entsprechende Projekte bereits vor fünf oder sechs Jahren an den Kreisschulen stattgefunden haben. „Energiekapitäne? hätten damals selbständig Energiekonzepte für ihre Klassen erarbeitet und durchgesetzt. Sogar die Hausmeister habe man damals involviert. „Warum nicht darauf aufbauen??, fragte Trefz. Erforderlich sei auch, in diesem Bereich noch sehr viel stärker mit Betrieben zusammen zu arbeiten, die im Energiebereich Vorbildliches leisteten. Wichtig sei zudem der Kontakt mit Gruppen wie der „Mahnwache gegen Atomkraft?. Dr. Ernst Wolf (FDP) befürchtete, dass bei alledem vielleicht „zu viel geredet und zu viel Papier produziert wird?. Um dem vorzubeugen halte er es für wichtig, die Zusammenarbeit mit der Energieagentur nach einem Jahr zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, inwieweit die selbst gesteckten Ziele überhaupt erreicht wurden. Rückert sicherte dies zu.

Dieter Bischoff (Freie Wähler) erkundigte sich, ob die Energieagentur überhaupt in der Lage sei, diese Aufgabe zu übernehmen. Ziel sollten kurzfristige Ergebnisse sein und nicht ein langwieriger Prozess, so Bischoff. Der Landrat betonte, dass theoretisch auch andere Stellen diese Aufgabe leisten könnten, dass es für den Landkreis aber eine willkommene Gelegenheit sei, in die Zusammenarbeit mit der Energieagentur einzutreten. Die Vorgehensweise sei mit der Energieagentur abgestimmt und von deren Seite auch leistbar.

Befragt nach konkreten Handlungsfeldern sprach Oberweis von Unterrichtseinheiten und Projekten sowie einer Mentoren-Ausbildung. Auch Energiespartipps seien denkbar. Eine solche Veranstaltung im schulischen Bereich habe bereits stattgefunden, weitere seien geplant.

Ein praktisches und preisgünstiges Beispiel für effektive Öffentlichkeitsarbeit nannte schließlich Franz Schweizer (CDU): Er schlug vor, einen SMS- Dienst oder eine App zu installieren, die jeweils am Vorabend über die konkrete Abfuhr (Biomüll, Blaue Tonne oder Restmüll) informiert, weil da immer wieder Unsicherheiten bestünden. „Das wäre ein Dienst für die Allgemeinheit.? Der Landrat will das Thema bei den zuständigen Stellen ansprechen.

Trefz schlug vor, das Energiethema auch im Rahmen des SIA-Projektes (Schüler-Ingenieur-Akademie) gemeinsam mit den Unternehmen und Schulen aufzugreifen. Am Ende stimmten alle Kreisräte bis auf Dieter Bischoff (Enthaltung) dafür, rund 5000 bis 10 000 Euro für die Kooperation mit der Energieagentur bereitzustellen.

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Erstellt:
27. November 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
27. November 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. November 2013, 12:00 Uhr

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