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Wohnen mit Hilfe

Kreis will Ältere und Studierende unter ein Dach bringen

Ältere Menschen leben oft allein in einer großen Wohnung oder einem Haus und könnten Hilfe im Alltag gebrauchen. Der Landkreis will sie nun mit Studierenden zusammenbringen, die eine günstige Bleibe suchen.

18.09.2010
  • Renate Angstmann-Koch

Kreis Tübingen. Wie spart man als Student mit kleinem Budget bei der Miete – erst recht in einer Stadt wie Tübingen, in der Wohnraum rar und damit teuer ist? Und wie kann man Ältere unterstützen, die allein in großen Wohnungen oder Häusern leben, wenn mit den Jahren ihr Alltag mühsam wird und Einkäufe beschwerlich werden?

Der Tübinger Kreisverband des Roten Kreuzs (DRK), der Landkreis, die Stadt und das Studentenwerk werben für ein Projekt, das beiden Seiten helfen soll. Die Idee: Studierende wohnen bei älteren Menschen, helfen im Haushalt, beim Einkaufen oder im Garten, begleiten sie oder leisten ihnen Gesellschaft. Pflege ist jedoch ausgeschlossen. Die fest vereinbarte, regelmäßige Hilfe wird auf die Miete angerechnet. Dabei soll als Faustregel gelten: pro Quadratmeter Wohnraum eine Stunde Hilfe im Monat. Wenn sich beide Seiten verstehen, profitieren alle davon.

331 ältere Menschen beteiligten sich im Frühjahr an einer Fragebogenaktion der Projektpartner. Etwa 20 Prozent der Befragten interessierten sich für „Wohnen mit Hilfe“, so das Landratsamt. „Das Zusammenleben von Alt und Jung, die Idee sich gegenseitig zu helfen, begeistert“, sagt Landrat Joachim Walter. „Alte Menschen werden entlastet und sind nicht alleine, Studierende wohnen günstig und können wertvolle Erfahrungen sammeln.“

Das Rote Kreuz hat die Aufgabe, die Wohnpartnerschaften zu vermitteln und zu begleiten. „Sollte es zwischen Alt und Jung zu Konflikten kommen, bieten wir gerne Gespräche an“, betont Claudia Stöckl die Abteilungsleiterin Sozialarbeit des Roten Kreuzes.

An dem Projekt Wohnen mit Hilfe beteiligen sich der Landkreis Tübingen und der Kreisverband des Roten Kreuzes (DRK). Weitere Partner sind die Stadt Tübingen und das Studentenwerk Tübingen-Hohenheim. Der Stadtseniorenrat Tübingen und der Bezirksseniorenrat Rottenburg unterstützen „Wohnen mit Hilfe“.

Mit dem Projekt setzt der Landkreis eine Forderung des aktuellen Kreisseniorenplans um.

Eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter im Monat

Bei der Wohnpartnerschaft geht es um Hilfe in Haushalt und Garten. Mitarbeiter des DRK vermitteln und begleiten die Partnerschaften. Anhand eines Fragebogens oder eines Gesprächs werden Vorlieben und Bedürfnisse ermittelt. Es soll außerdem klare Absprachen und schriftliche Vereinbarungen geben.

Informationen gibt es auch in einem Faltblatt und im Internet unter www.kreis-tuebingen.de.

Ansprechpartnerin ist Claudia Stöckl beim DRK, Telefon 07071 / 7000-26,

E-Mail c.stoeckl@drk-tuebingen.de

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18.09.2010, 12:00 Uhr

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