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Trotz sinkenden Stromverbrauchs

Kreis wird immer wieder von Preissteigerungen eingeholt

Das Landratsamt und die Kreis-Schulen sparen Strom und Heizenergie. Nur der Wasserverbrauch steigt. Und wegen höherer Preise steigen langfristig auch die Kosten.

06.07.2012
  • Renate Angstmann-Koch

Kreis Tübingen. „Wir können noch so viel einsparen: Durch die hohen Bezugskosten werden wir immer wieder eingeholt“, sagte Anke Armbrust. Die für Schulen und Liegenschaften zuständige Abteilungsleiterin des Landratsamts stellte am Mittwoch dem Verwaltungs- und Technischen Ausschuss den vierten Energiebericht des Kreises vor. Das Landratsamt hat ihn zusammen mit der Agentur für Klimaschutz und dem Ingenieurbüro Ebök erstellt. Er umfasst die Jahre 2010 und 2011.

Offensichtlich zahlt es sich aus, dass der Kreis in die Wärmedämmung von Schulen und Verwaltungsgebäuden investierte, in Steuerungstechnik, Pelletheizungen, die Schulung von Hausmeistern oder energiesparende Geräte. Zwischen 2009 und 2011 sank der Stromverbrauch um 8,4 Prozent und der Wärmeverbrauch witterungsbereinigt um 15,2 Prozent. Aus Sicht des Landratsamts könnte sich jetzt noch die Sanierung des Altbaus der Kirnbachschule und des Kinderhorts der Lindenschule in Rottenburg lohnen.

Der Wasserverbrauch stieg jedoch gegenüber 2009 um 7,4 Prozent. Anke Armbrust zufolge gibt es vor allem an den beruflichen Schulen und der Kirnbachschule mit ihrem Schwimmbecken starke Schwankungen. Während die Berufsschulen wegen der zunehmenden Technisierung immer mehr Strom brauchen, wird bei der Verwaltung eingespart.

Der Ausschuss zeigte sich beeindruckt, als Jochen Wellhäußer, Abteilungsleiter Organisation, über Energiesparen bei IT-Geräten berichtete. So wurden 150 Drucker in einzelnen Büros durch zentrale Geräte ersetzt, die auch kopieren und faxen. Auch wurden abschaltbare Steckdosenleisten gekauft. Als besonders effektiv erwies sich, die Serverräume erst zu kühlen, wenn eine Temperatur von 26 Grad erreicht ist. „Was ein durchschnittlicher Kreisrat an Temperaturen aushält, muss auch ein Server abkönnen“, flachste Landrat Joachim Walter.

Um 35,12 Prozent sollen die Emissionen im Berichtzeitraum gesunken sein – ein Wert, der von einigen Kreisräten infrage gestellt wurde. Sie baten um weitere Informationen. Dagegen will der Landrat nur noch alle vier Jahre einen Energiebericht vorlegen: „Dann erkennt man Entwicklungen, nicht nur Strohfeuer.“

Der Kreis Tübingen musste 2010 und 2011 weniger für Strom, Wärme und Wasser ausgeben als in den beiden Jahren zuvor: Die Gesamtkosten sanken um 6,5 Prozent. Im Vergleich zu 2006 sind sie aber um 3 Prozent gestiegen.
Der Hauptgrund sind die immer höheren Energiepreise. Die Stromkosten schnellten zwischen 2006 und 2011 um 15 Prozent in die Höhe. Auch die Ausgaben für Wasser stiegen – zumal seit 2009 eine Niederschlagswassergebühr bezahlt werden muss. Das wirkt sich vor allem aus, wo es versiegelte Parkplätze gibt, etwa bei der Kreissporthalle. Allerdings spielt Wasser mit einem Anteil von 7 Prozent nur eine untergeordnete Rolle für die Verbrauchskosten. Wichtiger sind Strom (48) und Wärme (45 Prozent).

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06.07.2012, 12:00 Uhr

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