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Schlecker-Vermieter zahlt drauf

Kreisbau sucht passende Folgelösung

Die Schlecker-Insolvenz trifft auch die Vermieter der Drogerie-Filialen. Die Tübinger Kreisbau, Eigentümer des Dettenhäuser Schlecker-Ladens, rechnet mit Einbußen im fünfstelligen Bereich. Für neue Mieter muss die Kreisbau das Ladenlokal auf eigene Kosten räumen und renovieren.

15.08.2012
  • Martin Mayer

Dettenhausen. Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat den Vermietern der Drogerie-Filialen nicht nur mit Dreimonatsfrist gekündigt. Er hat mit der Kündigung auch gleich die Mietzahlungen eingestellt. Und er hat den einstigen Vertragspartnern auferlegt, die Läden auf eigene Kosten zu räumen, die Laden-Einrichtungen selbst zu entsorgen und womöglich vorhandene Schlecker-Installationen entfernen zu lassen. Die Kosten dafür sollen als Insolvenzforderung angemeldet werden.

Kosten und Mietausfall im fünfstelligen Bereich

Berthold Hartmann der Geschäftsführer der Tübinger Kreisbaugesellschaft, der das Schlecker-Ladenlokal in Dettenhausen gehört, weiß, dass eine solche Insolvenzforderung „einer Abschreibung gleichkommt“. Er sagt: „Das muss man jetzt machen, um am Ende amtlich bescheinigt zu bekommen, dass es dafür leider doch nichts gibt.“ Im Moment wartet Hartmann auf Angebote von Spezialfirmen, die die Räumung der „Hinterlassenschaften“ in dem 167-Quadratmeter-Laden übernehmen könnten. Die Drogerie-Kette habe „nur die werthaltigen Produkte“ entfernen lassen. Hartmann hofft, dass über „die Verwertung der Metallregale“ wenigstens „die Transportkosten gedeckt werden“ können.

Wie ein Ortstermin gezeigt hat, muss der Laden renoviert und wohl auch mit einer neuen Schließanlage ausgestattet werden. „Das wird ein deutlich vierstelliger Betrag werden“, schätzt Berthold Hartmann die Euro-Kosten der Schlecker-Insolvenz für die Kreisbau: Rechne man die Beseitigung eventueller Schäden und die Mietausfälle hinzu, „sind wir im fünfstelligen Bereich“. Solche Insolvenz-Folgen träfen kleine Privatvermieter noch härter als die Kreisbau. Am härtesten aber, so Hartmann mitfühlend, seien die Angestellten und deren Familien von den Folgen der Pleite betroffen.

Einkaufszeile braucht passenden Nachmieter

Um die Folgen auch für Dettenhausen abzufedern, sucht die Kreisbau nun „nach passenden Folgelösungen“. Interessenten gäbe es ein paar. Hartmann ist „zuversichtlich, dass wir in der Störrenstraße eine Nachfolgenutzung finden“ – aber man müsse nun prüfen, „was ist für den Ort, was ist fürs Einkaufen in der Störrenstraße das Richtige“.

Kreisbau sucht passende Folgelösung
Leere Läden sind kein gutes Entrée zu Dettenhausens kleiner Einkaufsmeile inmitten der Gemeinde. Das Geschäftslokal der ehemaligen Schlecker-Filiale bietet laut Kreisbaugesellschaft 167 Quadratmeter, der Laden daneben – mit der Fensterfront zur Schulstraße hin – hat 68 Quadratmeter.Archivbild: Metz

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15.08.2012, 12:00 Uhr

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