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Umlage auf Privathaushalte ist noch nicht entschieden

Kreise müssen ab 2014 mehr für Müllentsorgung zahlen

Der Abfall-Zweckverband der Landkreise Tübingen und Reutlingen wird seine Müllgebühren 2014 erhöhen, weil die Rücklage dann aufgebraucht ist. Das trifft zunächst die Kreise. Die entscheiden dann, ob sie die Erhöhung an die Verbraucher weitergeben.

11.12.2012
  • Matthias Reichert

Reutlingen / Tübingen. Nach dem Wirtschaftsplan, den die Verbandsversammlung des Abfall-Zweckverbands (ZAV) am Freitag absegnete, schreibt der Verband 2013 ein Minus von 921.000 Euro. Damit ist am Jahresende die so genannte Gebühren-Ausgleichsrücklage aufgebraucht.

Der Grund für die Negativ-Zahlen: Eine gute halbe Million Euro sind im Jahr 2013 für Bau-Mehrkosten bei der Stilllegung der Reutlinger Schinderteich-Deponie vorgesehen. Um 220 000 Euro teurer wird die Restmüllverbrennung, die insgesamt 12,6 Millionen ausmacht. Zunächst sind 83.000 Euro zusätzlich eingeplant, weil der ZAV seit Anfang 2012 für die Umladestation in Metzingen den vollen Umschlagpreis bezahlen muss. Bisher hatte das der Kreis Reutlingen übernommen.

Der größere Teil der Erhöhung sind aber Preissteigerungen, die der Vertrag mit Entsorger T-Plus vorsieht. Der Vertrag beinhaltet eine so genannte Gleit-Klausel, die vorsieht, dass sich die Tarife entsprechend dem bundesdeutschen Lebenshaltungsindex anpassen, der sich jährlich um etwa zwei Prozent erhöht. Solche Klauseln beinhalten auch die Entsorgungsverträge für Wertstoffe.

Außerdem gibt es kleinere Summen wie 40 000 Euro für Lohnerhöhungen. Der neue ZAV-Chef Thomas Leichtle lobte die Belegschaft im Dußlinger Müllwerk, die im Jahr 2011 allein 53.000 Kleinanlieferungen entgegennahm. Das sind 200 bis 400 Autos am Tag, hinzu kommen 50 bis 100 Lkw mit Großtransporten.

2011 war der Verband mit 78.000 Euro im Plus. 2012 schreibt er voraussichtlich 420.000 Euro Minus – 66.000 Euro weniger als kalkuliert.

Der Verband will nun seine Gebühren bis zur Sommerpause neu kalkulieren und ab 2014 wohl erhöhen. Dabei kommt es, wie ZAV-Chef Thomas Leichtle erläuterte, auf die genannten Gleit-Klauseln an.

Außerdem hängen die Tarife vom Markt für Wertstoffe ab und von Personalkosten. Leichtle: „Das sind natürlich alles Prognosen.“ Wenn der ZAV seine Gebühren erhöht, trifft das zunächst die Landkreise. Die müssen dann ab 2014 mehr für den Müll bezahlen, den sie einsammeln und beim ZAV abliefern. Wie die Kreise das finanzieren, ist deren Entscheidung – ob und wie sie die Kostensteigerung an ihre Gebührenzahler weitergeben. In die Kalkulation der Kreise spielen auch Faktoren wie die Kosten der Müllabfuhr und der Papiersammlungen mit hinein.

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11.12.2012, 12:00 Uhr

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