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Stuttgart

Kretschmann kritisiert Debatte um Familiennachzug für Syrer

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Unionsforderung nach einer Begrenzung des Familiennachzugs für syrische Flüchtlinge als unausgegorenen Schnellschuss kritisiert.

10.11.2015

Von dpa

Stuttgart. Es sei sinnlos, neue Vorschläge in den Raum zu werfen, bevor die jüngsten Pläne im Umgang mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen umgesetzt seien, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

Das Thema Familiennachzug werde erst in etwa eineinhalb Jahren relevant, sagte Kretschmann. Er erinnerte daran, dass die Bearbeitung von Asylverfahren dauere und der Status vieler Flüchtlinge noch gar nicht geklärt sei. Die Debatte über einen begrenzten Familiennachzug könnte nach Kretschmanns Einschätzung dazu führen, dass sich viele Flüchtlinge jetzt erst recht auf den Weg nach Deutschland machten.

Innenminister Reinhold Gall (SPD) sagte, es sei gute Gepflogenheit, dass der Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und die Landesinnenminister zusammen Problemlagen besprächen. Leider habe der Ressortchef im Bund diesen Weg jetzt verlassen, sagte er zu de Maizières Vorstoß zur Zuzugsbegrenzung für Syrer. Die Innenministerkonferenz Anfang Dezember werde über das Thema beraten. «Gegenwärtig sehe ich keinen Grund für Schnellschüsse.»

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Marijan Murat

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Erstellt:
10. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
10. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. November 2015, 12:00 Uhr

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