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Debatte

Kritik an Berliner Bildungsplänen

Wissenschaftsministerin Bauer spricht von „hässlichen Haken“.

02.03.2018

Von AXEL HABERMEHL/JENS SCHMITZ

Stuttgart. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) beobachtet Pläne, auf Bundesebene einen neuen „nationalen Bildungsrat“ einzuführen, mit Skepsis. „Das ist alles nicht unmöglich, aber es gibt ein paar hässliche Haken im Schulbereich“, sagte Bauer im Interview mit der SÜDWEST PRESSE über das Vorhaben von Union und SPD, ein solches Gremium nach Vorbild des Wissenschaftsrates zu gründen.

Im Koalitionsvertrag, über den derzeit die SPD-Mitglieder abstimmen, heißt es, man wolle „nach dem Vorbild des Wissenschaftsrates einen Nationalen Bildungsrat einrichten“. Er solle „auf Grundlage der empirischen Bildungs- und Wissenschaftsforschung Vorschläge für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen vorlegen“.

Bauer sagte, es gebe „Bundestagsabgeordnete aller Lager, die so tun, als wären die Landespolitiker und Bildungsminister einfach zu blöd für vernünftige Schulpolitik“. Bei einem Bildungsrat könne man „gut ansetzen, um Hand ans föderale System zu legen“. Der Wissenschaftsrat sei aber erfolgreich, weil dort unabhängige Wissenschaftler und Personen des öffentlichen Lebens mit Politikern aus Bund und Ländern zusammen berieten und sich die Politik „eine gewisse Zurückhaltung“ auferlege. „Die Grundausrichtung lautet Erkenntnis durch Dialog: Eine bemerkenswerte Idee; ich kenne nichts Vergleichbares.“ hab/jsz

Südwestumschau

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Erstellt:
2. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. März 2018, 06:00 Uhr

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