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Urteil

Krypta neben Fabriken ist zulässig

Im Rechtsstreit um die Beisetzung ihrer Priester verbucht eine Kirchengemeinde einen weiteren Erfolg.

01.12.2016
  • HANS GEORG FRANK

Kirchardt. Die syrisch-orthodoxen Christen von Kirchardt (Kreis Heilbronn) können in einer Kirche verstorbene Priester beisetzen. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat den Bau für zulässig erklärt. Damit folgte er einer Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hatte betont, Religionsfreiheit schließe auch die Krypta in einem Industriegebiet ein. Bei Konflikten mit Nachbarn müsse ein „möglichst schonender Vergleich“ gefunden werden. Die Kirche wurde ab 1994 größtenteils in Eigenarbeit errichtet. 2005 beantragte die syrisch-orthodoxe Gemeinde mit ihren 700 Mitgliedern die Umnutzung von Lagerräumen im Kellergeschoss. Dort sollen zehn Nischen für die Beisetzung der Priester entstehen.

Gegen die Krypta waren mehr als 500 Unterschriften gesammelt worden. „Dort schlägt das wirtschaftliche Herz unserer Gemeinde“, erklärte Bürgermeister Gerd Kreiter die Bedeutung des Industriegebietes mit mehreren Dutzend Betrieben und einigen hundert Mitarbeitern. Störungen etwa durch kirchliche oder soziale Einrichtungen sollen ausgeschlossen werden, weshalb der Bebauungsplan nun überarbeitet werden soll. Eine Veränderungssperre für den Bereich ist bereits erlassen worden. Der Kirchengemeinde gestand der VGH eine Ausnahme zu. hgf

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01.12.2016, 06:00 Uhr

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