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Zirkus

Künftig Shows auch ohne wilde Tiere

Gegen das Verbot von Wildtieren will der Weltweihnachtscircus nicht klagen. Er hält am Standort Stuttgart fest.

19.12.2016
  • RAINER LANG

Stuttgart. Der Weltweihnachtscircus will trotz des drohenden Wildtierverbots im Zirkus, das ab April 2019 in Stuttgart in Kraft treten soll, seine Zelte weiterhin in der Stadt aufschlagen. Das bestätigte dessen Produzent Henk van der Meyden am Wochenende. „Wir werden in Stuttgart bleiben“, betonte der Holländer. „Auch ohne Wildtiere werden wir der beste Zirkus der Welt bleiben“, fügte er hinzu.

„Ich kann an der Entscheidung nichts ändern“, sagte van der Meyden und zeigte sich gelassen. Eine Klage gegen das Verbot schloss er aus. „Die sehr guten Beziehungen mit der Stadt“ möchte er ebenso wenig belasten wie das Verhältnis zu dem „fantastischen Publikum“. Der Weltweihnachtscircus soll „das größte Familienfest in Stuttgart“ bleiben. „Im Zirkus wird weiterhin die beste Pferdenummer der Welt zu sehen sein“, so der Produzent.

Van der Meyden hatte eigentlich gehofft, dass der Cannstatter Wasen wie bisher vom Wildtierverbot befreit bleibt. Er betonte, dass es hier genügend Platz für die Tierhaltung gebe. So stehe für Raubkatzen ein Gehege mit 3000 Quadratmetern zur Verfügung. „Die Tiere müssen nicht in engen Käfigen sitzen“, so van der Meyden. Er forderte die Gemeinderäte auf, „sich selbst davon zu überzeugen, wie viel Raum die Tiere bei uns haben“.

Erleichtert zeigte er sich darüber, dass es eine Übergangsregelung geben soll. So kann der bereits verpflichtete Dompteur Martin Lacey mit seiner Raubtiernummer noch nach Stuttgart kommen. Am Freitag hatte der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen mit den Stimmen von Grünen, SPD und SÖS-Linke-Plus mehrheitlich dafür votiert, dass in Stuttgart künftig Nummern mit wilden Tieren im Zirkus verboten sein sollen. Der Gemeinderat muss dem Wildtierverbot noch zustimmen. lan

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19.12.2016, 06:00 Uhr

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