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In Zukunft noch mehr Notfälle / Klinik mit Jahresabschluss zufrieden

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG

Die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken schließen sich bundesweit zum fünftgrößten Klinik-Konzern zusammen. Sie wollen sich künftig auf die Behandlung von Unfall-Patienten und Traumata konzentrieren. In Tübingen ist das bereits umgesetzt. Statt Einschnitten werden Umbauten und Investitionen die Klinik-Zukunft prägen.

01.07.2014
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Als die Intensivstation der Berufsgenossenschaftlichen (BG)-Klinik in den siebziger Jahren gebaut wurde, war sie für die damalige Zeit gut gerüstet. Mittlerweile ist die Patientenzahl der Klinik mehr als doppelt so hoch und die Infrastruktur war in die Jahre gekommen.

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG
Rechts vom Haupteingang der Berufsgenossenschaftlichen Klinik entsteht derzeit ein Neubau, als Verbindungstrakt zur Notfallambulanz. Künftig sollen die Wartebereiche für die Notfälle (über den rückwärtigen Hof) und die Spezialsprechstunden und die allgemeine Ambulanz (über den Haupteingang) getrennt werden.

Die Intensivstation ist deshalb im vergangenen Jahr komplett saniert und umgebaut worden. Ihr angeschlossen sind jetzt vier neue so genannte Intermediate Care-Betten – eine Einrichtung zwischen Intensiv- und Normalstation. Diese kann auf zehn Betten erweitert werden. „Der Bedarf zeichnet sich ab“, sagte der Kaufmännische Direktor Michael Schuler.

Tübingen ist Prototyp für BG-Konzept

Wo wird die Tübinger BG-Klinik in ein paar Jahren stehen? Für die Reorganisation der BG-Kliniken musste sich auch Tübingen einen „Masterplan“ erarbeiten. Einschnitte im Behandlungsspektrum sind nicht zu erwarten, versicherte Fabian Ritter, Geschäftsführer des Trägervereins, gestern bei einer Pressekonferenz.

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG
Doris Dietmann

Die Querschnitt-Station, die Hand-Chirurgie, die Spezialisierung auf Brandbehandlungen – all das entspricht im Grunde schon dem Konzept, dem sich die BG-Kliniken in ihrer Holding verschreiben wollen. Im Mittelpunkt steht die Unfall-Behandlung. Andere Kliniken wie etwa die Bochumer BG sind dagegen wie ein Uni-Klinikum aufgebaut und haben unter anderem eine Innere Abteilung oder eine Neurologie.

Tübingen sei eine Art „Prototyp“ für die Umgestaltung der BG-Kliniken bundesweit, sagte Ritter. Mittelfristig rechnen Schuler und der Ärztliche Direktor der BG-Klinik, Ulrich Stöckle, mit einer Ausweitung der Kapazität der Notaufnahme. Die Entwicklung der Patientenzahlen weist in diese Richtung.

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG
Fabian Ritter

Derzeit hat die Klinik eine Auslastung von über 90 Prozent. „Das ist sehr hoch“, sagte Ritter. Jährlich werden rund 10 000 Patienten dort behandelt. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2013 um 21 Vollzeitkräfte auf mittlerweile knapp 1000. Wie alle anderen Kliniken hat auch die BG mit dem Pflegekräftemangel zu kämpfen. „Wir könnten noch ein paar Bewerbungen gebrauchen“, sagte Pflegedirektorin Doris Dietmann.

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG
Michael Schuler

Zum Jahresabschluss 2013 verbuchte die BG-Klinik ein Betriebsergebnis von 7 Millionen Euro. „Wir stehen gesund da“, sagte Ritter. Allerdings hat die BG immer noch beträchtliche Abschreibungen aus früheren Zeiten zu stemmen. Nach Abzug dieser Abschreibungen und Investitionen rutscht das Ergebnis in die roten Zahlen, bestätigte Ritter. Die Entwicklung der Patientenzahlen stimmt die Geschäftsleitung aber zuversichtlich. Auch die Abschreibungen würden in den kommenden Jahren deutlich geringer.

Parker versperren die Zufahrt zur Ambulanz

Derweil investiert man an der BG in die Zukunft. Grundlegend umgebaut und neu organisiert werden in den kommenden Jahren die allgemeine und die Notfallambulanz sowie die Wartebereiche. Denn die jetzige Situation sei wenig zufriedenstellend: Alle Patienten müssen derzeit den Weg über den Innenhof nehmen. Parker versperren oft die Zufahrt der Notfallambulanz. Es gibt nur einen Wartebereich für „blutige und unblutige Patienten“ – also für Notfälle und Nachuntersuchungen. „Der Wartebereich ist nicht mehr schön und den Patienten nicht mehr zuzumuten“, sagte Schuler.

Künftig getrennte Wartebereiche für Spezialsprechstunden an der BG
Prof. Ulrich Stöckle

Die Baustelle in der Notfallambulanz wird 2015 während des laufenden Betriebs eröffnet, wenn der Zwischentrakt westlich des Haupteingangs (siehe oben) fertig ist. Dieser so genannte C-Bau bringt Platz für Rochaden, etwa für die Verlegung der stationären Aufnahme direkt beim Haupteingang und des Cafés.

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01.07.2014, 12:00 Uhr

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