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Kunden erhalten Geld zurück
Sind die Hinweise auf den Feinstaub-Alarm ausreichend? Die zuständigen Verkehrsbetriebe bejahen die Frage. Foto: dpa
ÖPNV

Kunden erhalten Geld zurück

Weil so oft Feinstaub-Alarm ist, verliert so mancher beim Fahrschein-Kauf den Überblick. Die Verkehrsbetriebe sind kulant. Zumindest teilweise.

18.01.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Ist eigentlich gerade Feinstaub-Alarm oder nicht?, fragt sich die Frau, die an der Haltestelle Stadtmitte ein Ticket ziehen will. Am Automaten steht nichts, auch sonst findet sich an der Station kein Hinweis. Sie entscheidet sich für ja, kauft sich einen Fahrschein zum Kinderpreis und springt in die Bahn. Streng genommen wird sie damit zur Schwarzfahrerin – denn an diesem Tag ist gar kein Alarm.

Bei der Häufung an Alarm-Tagen – 2016 waren es 59 – behält längst nicht mehr jeder den Überblick. Dabei können Kunden im öffentlichen Nahverkehr bares Geld sparen, wenn sie informiert sind, schließlich fahren Käufer von Einzel- beziehungsweise Vierertickets an Alarm-Tagen im Gebiet des Verkehrs- und Tarifverbunds (VVS) über den Kindertarif zum halben Preis. Doch zumindest bis vor Kurzem signalisierten längst nicht alle Ticketautomaten, dass gerade Alarm ist. Während die Maschinen der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) schon länger mit einem Hinweis ausgestattet sind, fehlte er bislang bei den Automaten der Bahn.

Bahn: Kein Defizit

Doch nun hat das Verkehrsunternehmen nach eigener Aussage nachgerüstet. Seit Montag laufe auf den Monitoren der Hinweis „Feinstaub-Alarm, Kinderticket kaufen“, sagt ein Sprecher der Bahn. Davon abgesehen sieht er kein Informationsdefizit. Man informiere zudem über andere Kanäle wie Durchsagen an den Bahnsteigen und die Fahrgastinformationstafeln.

Auch Birte Schaper, Sprecherin der SSB, sagt: „Wir gehen davon aus, dass sich unsere Kunden informieren.“ Dazu hätten sie ausreichend Gelegenheit. Etwa über die Homepages von SSB, VVS oder Stadt, über die Medien oder beispielsweise auch den Whatsapp-Dienst des Rathauses. In Bussen geben die Fahrer den entscheidenden Tipp.

Wer trotzdem durcheinander kommt und sich an einem Tag, an dem kein Alarm herrscht, mit Kinderticket fährt, kann auf Kulanz hoffen, wie VVS und SSB durchblicken lassen, wobei klar sein müsse, dass man Schwarzfahrerei im großen Stil nicht durchgehen lasse. Die Bahn, die unter anderem die S-Bahn Stuttgart betreibt, behandelt das Thema indes strenger. Wer ohne gültiges Ticket unterwegs sei und kontrolliert werde, erhalte eine Nachforderung von 60 Euro, sagt der Sprecher.

Unbürokratische Rückzahlung

Passiert es unterdessen umgekehrt, kauft also jemand an einem Feinstaub-Alarm-Tag ein reguläres statt eines Kindertickets, kann er das zu viel bezahlte Geld vom VVS zurückfordern. Sprecherin Ulrike Weißinger: „Wir haben das schon etliche Mal unbürokratisch ausbezahlt.“ Man müsse nur das Ticket einscannen und per Mail an den VVS mit der Kontonummer schicken.

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18.01.2017, 06:00 Uhr

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