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Südwestumschau

Kundgebung: Mehr Zeit für Pflege gefordert

Altern in Würde ist für Pflegebedürftige nach Angaben der Wohlfahrtsverbände heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Pflege-, Krankenkassen sowie die Sozialhilfeträger zahlten für Pflege zu wenig, so dass die Beschäftigten unter Zeitdruck und Arbeitsverdichtung litten, sagte Liga-Chefin Eva-Maria Armbruster gestern in Stuttgart.

14.11.2015

Von DPA

Stuttgart Für einzelne Patienten sei unter diesem wirtschaftlichen Druck die Zeit zu knapp bemessen. 20 bis 30 Prozent mehr Patienten als 1989 pro ambulanter Tour müssten die Pflegekräfte heute versorgen. Überdies brauchten die immer älteren Bewohner von Pflegeheimen intensivere Pflege als noch vor 25 Jahren.

Unter dem Motto "Mehr Zeit für Pflege" kamen nach Liga-Angaben rund 1000 Pflegekräfte zu einer Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz zusammen, zu der auch die Krankenhausgesellschaft und der Bundesverband privater Anbieter aufgerufen hatten. In der Liga sind die elf Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege im Land zusammengeschlossen.

Die Zahl aus dem Jahr 2011 von noch 278 300 Pflegebedürftigen wird laut Prognose des Statistischen Landesamtes bis zum Jahr 2030 auf 381 000 und bis zum Jahr 2050 auf 500 000 steigen. Dafür werden auch verstärkt Pflegekräfte gebraucht. Die Liga richtete ihren Appell auch an die Enquetekommission des Landtags, die das Thema Pflege im Südwesten bearbeitet.

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Erstellt:
14. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
14. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. November 2015, 12:00 Uhr

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