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Rom

Kunst aus IS-Gebieten rekonstruiert

Die Miliz macht mit der Zerstörung antiker Kulturgüter Schlagzeilen. Drei von ihnen wurden nachgebaut.

07.10.2016

Von DPA

Rom. Dem Stier von Nimrud müsste das Kolosseum richtig jung vorkommen. Einst hat die mehrere Meter große geflügelte Tierfigur den Thronraum von König Assurnasirpal II. (883–859 vor Christus) in der assyrischen Hauptstadt Nimrud (heute Irak) gehütet – knapp tausend Jahre, bevor das berühmteste römische Amphitheater errichtet wurde. Jetzt steht das stolze Stück in einem der umlaufenden Korridore des Monumentalbaus und kann dort von Besuchern bestaunt werden. Allerdings nicht im Original, denn religiöse Fanatiker der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben es 2015 zerstört.

Die originalgetreue Reproduktion ist Teil der Ausstellung „Wiedererstehen aus Zerstörung“. Italienische Denkmalschützer wollen mit ihr ein Zeichen setzen gegen die Kulturbarbarei in Kriegsgebieten in Syrien und im Irak. Zu sehen sind Kunstschätze von drei Schauplätzen des Alten Orients.

Die Videos von den Zerstörungen in Nimrud gingen im vorigen Jahr um die Welt. Noch bekannter ist der Fall der syrischen Oasenstadt Palmyra, die im Mai 2015 vom IS erobert und im März dieses Jahres von der syrischen Armee mit russischer Hilfe zurückerobert wurde. Die radikalen Islamisten sprengten im Sommer 2015 den im Jahr 32 nach Christus geweihten Baal-Tempel, die Italiener haben nun einen Teil der kunstvollen Decke rekonstruiert.

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Erstellt:
7. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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