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Internet-Galerie Artüthek stellt sich im Landratsamt vor

Kunst und heiterer Glamour

Musikkabarett vor Bilderwelt: Petra Afonin und Susanne Hinkelbein verliehen dem Kunstsalon im Landratsamt am Donnerstagabend den skurrilen Schwung. Etwa 150 Besucher/innen kamen.

16.06.2012
  • DOROTHEE hERMANN

Tübingen. Die regionale Internet-Kunstplattform Artüthek zeigt seit Donnerstagabend eine vielseitige Auswahl ihrer Arbeiten in der Glashalle des Landratsamts. Die Schau bietet „einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Region“, so Landrat Joachim Walter.

Nun finden sich zwei fast fotorealistische amerikanische Straßenszenen der Tübinger Künstlerin Carola Dewor ein wenig entrückt über der Tür zum Großen Sitzungssaal. Der Verlassenheit der Szenerie kontrastiert die beinahe irisierende Farbigkeit. Hingegen verwendet Margarete Warth nur sehr reduzierte Farben. Ihre beiden nur 10,5 Zentimeter hohen, aber gut einen Meter breiten Wandfriese variieren einmal Grau-, Weiß- und Schwarztöne, einmal erdfarbene Nuancen. Verwischte Schriftelemente und Schraffuren schaffen Feinstrukturen. Das teuerste Werk ist Henriette Lempps ein wenig unheimliche Installation „Knochenschatten“ aus 49 Keramikfliesen.

Die Artüthek will regionale, qualitativ hochwertige Kunst für Privatleute wie für Kanzleien, Praxen oder Firmen zugänglich machen, sagte der Maler Peter Krullis im Gespräch mit Kreisarchivar Wolfgang Sannwald. Weil man die Werke nicht nur kaufen, sondern auch mieten kann, werde ein Original auch für ein kleines Budget erschwinglich. In der Bilder-Miete ist auch ein Anteil für die Versicherung enthalten.

Für die Internet-Plattform bewerben sich die beteiligten Künstler/innen zunächst digital mit zehn Arbeiten, die von einer fachkundigen Jury begutachtet werden. Das Modell Artüthek sei bundesweit auf Interesse gestoßen und habe bereits Nachahmer gefunden, berichtete Sannwald.

„Zusammener geht’s nicht“ hieß das kurzweilige Konzentrat aus 13 gemeinsamen Jahren auf der Bühne, mit dem die Schauspielerin und Sängerin Petra Afonin und die Pianistin Susanne Hinkelbein dem Kunstsalon heiteren Glamour verliehen. „Bevor ich gehe, bleibe ich“ war auch eine Kampfansage an Gevatter Tod. Die Klaviertöne schienen auf geheimnisvolle Weise zu verhindern, dass man zu schnell lachte über die von Afonin heraufbeschworene Szene vom Tod, der sich wie ein formvollendeter Wiener Kammerdiener gibt und sich sogar nochmal wegschicken lässt.

Info: Die Ausstellung im Landratsamt, Wilhelm-Keil-Straße 50 ist bis Dienstag, 31. Juli, geöffnet. Montags bis freitags 8 bis 17 Uhr.

Kunst und heiterer Glamour
Ein Hauch von Tüll und Leder: Petra Afonin vor Artüthek-Bildern.Bild: Sommer

Die Internet-Kunstplattform Artüthek vertritt 34 Künstler/innen aus Tübingen und dem Landkreis und präsentiert mehr als 400 Bilder, Skulpturen, Objekte oder Fotografien, die Interessierte kaufen oder mieten können. Es ist auch möglich, einen Atelierbesuch zu vereinbaren, um den Künstler und sein Werk genauer kennenzulernen. Träger der Artüthek ist das Kulturnetz Tübingen. Kooperationspartner sind der Landkreis, das Kunstamt, der Künstlerbund Tübingen, der Künstlerhof Rottenburg und der Verband Bildender Künstler/innen Württemberg, Region Neckar-Alb. Weitere Infos gibt es unter www.artüthek.de.

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16.06.2012, 12:00 Uhr

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