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Kurz der Film

Um die deutsche Komödie muss einem nach dieser Rolle nicht bange sein. Um den Ernst des Kinos schon.

Um die deutsche Komödie muss einem nach dieser Rolle nicht bange sein. Um den Ernst des Kinos schon.

KURZ DER FILM
Deutschland

Regie: Neele Leana Vollmar u.a.
Mit: Barnaby Metschurat,Henriette Müller,Tom Schilling

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
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In den 14 Jahren ihres Bestehens hat sich die anfangs etwas belächelte Ludwigsburger Filmakademie in der Spitzengruppe der deutschen Filmkaderschmieden etabliert. Etliche ihrer Absolventen wie Benjamin Quabeck („Nichts bereuen“) oder Iain Dilthey („Das Verlangen“) zählen zur Creme des deutschen Kino-Nachwuchses. Weniger bekannt sind trotz einer Oscar-Nominierung (2003 für „Das Rad“) die an der Akademie entstandenen Kurzfilme, weswegen einige jetzt zu einem Paket für eine Kino-Tournee verschnürt wurden.

Die Rolle beginnt lustig mit „Dufte“, der komödiantisch die Mangelwirtschaft der alten DDR auf die Schippe nimmt, und fährt drollig fort. Zu den besseren der gespielten oder am Computer animierten Sketche gehört „Hochbetrieb“, eine Slapstick-Hommage rund um das berühmte Foto mit den vespernden Bauarbeitern auf dem Wolkenkratzer. Zu den ziemlich infantilen dagegen „Der Pilot“, wo sich eine Raumschiff-Besatzung in einem Squashball wiederfindet (wobei die Verpflichtung von „Diva“-Star Dominique Pinon für diesen Ulk schon auch eine Leistung ist). Vielleicht ist man zu diesem Zeitpunkt aber auch schon ein bisschen genervt von den fast durchgängig auf den schnellen Lacher zielenden Studentenwerken.

Herausheben aus dieser alles in allem weit hinter die Qualität der Akademie-Highlights zurückfallenden Rolle muss man den Kurzspielfilm „Schlüsselkinder“, ein interessant erdachtes, aber etwas hölzern ausgeführtes Geschwisterliebe-Drama. Und ganz besonders den schon beim letzten Tübinger Kurzfilmfest mit dem Publikumspreis bedachten „Meine Eltern“, der die Marter, seinen superspießigen Eltern den neuen Lover vorstellen zu müssen, zwar auch komödiantisch aufbereitet – das aber so perfekt in Tempo, Timing und Schauspielerführung, dass man den ersten Langfilm dieser Neele Vollmar kaum erwarten kann.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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