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Falkenberg kandidiert

Kusterdinger Hauptamtsleiterin will Bürgermeisterin in Kirchentellinsfurt werden

Da waren es schon zwei: Nach Markus Appenzeller hat am Mittwoch Christine Falkenberg, die Hauptamtsleiterin von Kusterdingen, bekannt gegeben, dass sie für die Nachfolge von Bernhard Knauss kandidiert – und sehr gerne Bürgermeisterin in Kirchentellinsfurt werden will.

17.07.2014
  • Ernst Bauer

Kusterdingen / Kirchentellinsfurt. Es wäre die erste Frau an der Spitze der 5 500-Einwohner-Gemeinde am Neckar, die zweite Rathauschefin einer Tübinger Kreisgemeinde nach der im Februar in Ammerbuch gewählten 50-jährigen Verwaltungswirtin Christel Halm.

„Dieses Jahr greifen die Frauen an!“, kommentierte Falkenberg gestern im Gespräch mit dem TAGBLATT ihre Kandidatur lachend. Die bisherige Hauptamtsleiterin auf den Härten ist ebenfalls „seit einer Woche 50 – ich fühle mich noch gar nicht so“, fügte sie gleich an. In Kusterdingen ist sie seit 2007 in dieser „verantwortungsvollen Führungsposition“, wie sie ihr Amt beschreibt, Vorgesetzte von rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Falkenberg hat sich in den wenigen Jahren, seit sie das Hauptamt leitet, große Anerkennung verschafft. Sie hat vor allem die als vorbildlich geltende Kinderbetreuung und die Ansiedlung des Firstwald-Gymnasiums in Kusterdingen mit auf den Weg gebracht, außerdem die Kommunalwahlen organisiert.

Als Diplom-Verwaltungswirtin bringe sie – so erklärt sie selber zu ihrer Qualifikation – „die notwendige Sach- und Fachkenntnis für das Amt der Bürgermeisterin mit“. Zudem habe sie fast 15 Jahre Erfahrung in der Kommunalverwaltung. „Ich komme nicht aus Kirchentellinsfurt. Auch deshalb bin ich unabhängig“, betont Falkenberg – die parteilos ist. In Aalen ist sie geboren und in Neresheim aufgewachsen.

Kirchentellinsfurt kennt die Kusterdinger Hauptamtsleitern freilich bestens, zumindest von den Straßen her, als Autofahrerin – „ich fahre jeden Tag mehr als zweimal durch!“ Sie wohnt nämlich im benachbarten Wannweil, seit 25 Jahren schon. Falkenberg hat einen 24-jährigen Sohn, ist geschieden – „aber schon wieder vergeben“, ihr neuer Lebenspartner ist ein nicht ganz unbekannter Verwaltungsmann im Landkreis: der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner.

Schon beim letzten Mal Kandidatur überlegt

Falkenberg betont auch, dass ihre Entscheidung nicht spontan fiel, über Nacht, sondern „lange in mir herangereift“ ist. Eigentlich habe sie schon bei der letzten Wahl ihren Hut in den Ring werfen wollen. Als sie dann aber sah, dass Bernhard Knauss, inzwischen 67, noch einmal – ein letztes Mal – kandidiert, habe sie es doch nicht gemacht.

Was will sie anders machen? Wie stellt sie sich ihren Wählern und Wählerinnen in Kirchentellinsfurt vor? Es sei eine „lebendige Gemeinde, die mir gut gefällt, die in den letzten Jahren sehr viel auf den Weg gebracht hat“, sagt Falkenberg – „eine tolle Gemeinde!“ Das Vereins-, Kirchen- und Kulturleben sei bunt und vielseitig. „In den letzten Jahren sind große Projekte nicht nur angestoßen, sondern auch zügig umgesetzt worden“, lobt sie Verwaltung und Gemeinderat. Die Gemeindeverwaltung sei hoch motiviert. All das, was da geschaffen wurde, könne sich wirklich sehen lassen.

„Mir ist es daher wichtig“, so Falkenberg, „diese erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und weiterzuführen.“ Sie wolle aber auch, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, Kirchentellinsfurt noch weiterentwickeln – „damit es für die Herausforderungen der nächsten Jahre bestehen kann“. Bürgernähe spiele für sie dabei „die zentrale Rolle“. Sie wolle mit den Bürgern ins Gespräch kommen, erfahren, was gut läuft und wo es Verbesserungsvorschläge gibt.

Und so will sich Falkenberg auch gleich beim großen Dorffest am kommenden Wochenende in den Wahlkampf stürzen. Denn so lange ist es nicht mehr bis zur Wahl – am 28. September. Eine Homepage hat sie sich auch schon eingerichtet: unter www.christine-falkenberg.de – vom kommenden Wochenende an informiert sie da über ihre Termine und Themen. Und den neuen Amtssitz, den Bernhard Knauss hinterlässt, kann sie sich beim Dorffest auch gleich anschauen.

Kusterdinger Hauptamtsleiterin will Bürgermeisterin in Kirchentellinsfurt werden
Christine FalkenbergPrivatbild

Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt ist am 28. September, eventuelle Neuwahl am 19. Oktober. Bis 8. September kann man sich um die Nachfolge des langjährigen Amtsinhabers Bernhard Knauss bewerben. Als Erster trat Anfang Juni Markus Appenzeller, Gemeinderat und Feuerwehrkommandant, an.

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17.07.2014, 12:00 Uhr

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