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Romeos rote Stühle

LTT: Neue Stücke, auch baulicher Art, vor & hinter den Kulissen

Das LTT war mal „Die rote Stuhlfabrik“. Was die Inneneinrichtung im großen Saal angeht, ist man es jetzt wieder. Hergestellt werden allerdings weiterhin: Theaterstücke

24.09.2010
  • Peter Ertle

Tübingen. Weiß gestrichene Wände, drei Monitore im Foyer, die für ausgelagerte Inszenierungen, aber auch zu Werbezwecken und für die Information der Zuschauer genutzt werden können. Ein paar Details aus Bauabschnitt II der LTT-Renovierung, die nun abgeschlossen ist. Highlights sind die neu aufgepolsterten, auf dem alten, aber dunkel gebeizten Holz sitzenden und in warmroten Tönen gehaltenen Zuschauersitze im großen Saal. Gut, dass man sie nicht rausgeschmissen sondern sich für eine nachhaltige, der Tradition verpflichtete Lösung entschieden hat. Sicher hat es was mit diesem Ambiente zu tun, dass das LTT diesmal zur Eröffnung keine Stationenwanderung macht, sondern im großen Saal bleibt, um die neuen Stücke dieser Spielzeit in theatralischen, musikalischen und kulinarischen Bissen anzureißen.

LTT: Neue Stücke, auch baulicher Art, vor & hinter den Kulissen
170 Stuhlpaten gibt es inzwischen. Aber keine Sorge: Stühle ohne Paten werden nicht wieder abmontiert.Bild: Faden

Aber zurück zur Renovierung: Mit die größte Veränderung hat sich nämlich dort getan, wo der Zuschauer in der Regel nicht hinkommt. Nicht nur, dass alte Böden, angenagte Kabel raus und neue rein kamen. Es wurden sogar Wände und Säulen ausgebrochen, an anderer Stelle neue eingezogen. Aus Feuerschutzgründen war manches nicht mehr zu dulden und das Theater nutzte dies gleich, um lange Geplantes in die Tat umzusetzen. Ein paar Beispiele: Die ehemalige Requisite (wandert in den alten U1-Proberaum, nur noch die Repertoire-Requisite bleibt im Haus) wurde zum Probenraum, in der Schneiderei gibt es mehr Platz, ein eigenes Tonstudio wurde eingerichet, die Repertoire-Requisite hat jetzt ein eigenes Büro und eine Küche mit Spülmaschine. Neue Gänge, Feuerschutztüren mit Sichtfenster entstanden. Bei einer kurzen Führung für die Presse musste sogar Intendantin Simone Sterr (auf unserem Bild. Doch, da sind nicht nur Stühle!) einmal innehalten und kurz überlegen, welcher Weg wie herum wohin führt.

Besonderer Clou ist ein Mauerdurchbruch, der Theater-Mitarbeitern bisher unsinnige Wege ums Haus herum erspart. Da der Theaterbesucher da sowieso nie hinkommt, also keinen vorher-nachher-Vergleich hat, machen Bilder hier wenig Sinn. Und so zeigen wir lieber die neuen Stühle. 170 davon haben inzwischen einen Paten gefunden. 130 warten noch auf einen. Mit 165 Euro ist man dabei und wird namentlich auf einem Schildchen auf dem Stuhl verewigt.

Bild: Faden

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24.09.2010, 12:00 Uhr

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