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Aachen

Lambertz macht gute Geschäfte mit Printen & Co.

Zu Weihnachten vernascht jeder Deutsche 900 Gramm Lebkuchen, Spekulatius oder Dresdner Stollen.

14.10.2016
  • DPA

Aachen. Mit Lebkuchen und Spekulatius ist es wie mit Glühwein: Der schmeckt im Sommer auch nicht so richtig. Und ausgerechnet als Printen und Co. Mitte September in die Regale kamen, feierte der Sommer ein Comeback. „Von den Witterungsbedingungen war es wirklich nicht gut, und wir waren auch nicht glücklich“, sagt Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Aachener Lambertz-Gruppe. Das Unternehmen fürchtete schon, die Verbraucher könnten die süße Ware komplett links liegen lassen.

Aber so schlimm kam es nicht. „Der Start war nicht so gut wie wir uns das gewünscht hätten, aber auch nicht so schlecht, wie wir dachten.“ Schließlich hätten die Naschkatzen monatelang verzichten müssen. Wenn es weiterhin kühl bleibt, rechnet sich die Lambertz-Gruppe deshalb immer noch gute Chancen aus, die Vorjahreszahlen zu erreichen.

Der Gesamtumsatz des Familienunternehmens stieg 2015/2016 um 5 Prozent auf 651 Mio. EUR. Nicht darin enthalten sind die Umsätze des im Mai übernommenen Nougat-Herstellers Ifri Schuhmann von 22 Mio. EUR. Der Umsatz bei den Saisonartikeln stieg trotz milden Wetters in der ganzen Saison um 6,6 Prozent. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

Das Familienunternehmen nennt sich selbst Weltmarktführer für Herbst- und Weihnachtsgebäck. Mit Nürnberger Lebkuchen, Aachener Printen und Dresdner Stollen decke Lambertz das ganze Feld ab, sagt Bühlbecker: „Wir bemühen uns mehr, mit den Ganzjahresartikeln zu wachsen.“

Seinen Umsatz macht die Lambertz-Gruppe jeweils zur Hälfte mit klassischen Saisongebäcken und Ganzjahresgebäck. Auf Trends reagiert das Unternehmen vor allem im dem Ganzjahresgeschäft, beispielsweise mit seinem Bio-Angebot. Den Angaben nach gehören die Aachener heute zu den größten Anbietern von Bio-Gebäck.

Der Kunde sucht die Klassiker

Bei den saisonalen Klassikern macht das Unternehmen keine Experimente. Die Rezepte der Klassiker wie Lebkuchen, Spekulatius und Co. sind der über 300 Jahre alten Firma fast schon „ein bisschen heilig“, wie der Chef sagt. Lebkuchen, Dominostein oder Printen müssten schmecken wie immer, sagt Bühlbecker: „Der Kunde sucht die Klassiker, so wie sie in der Vergangenheit waren, genau das Produkt, das er kennt. Natürlich freut er sich mal über eine schöne neue Dose“, sagt Bühlbecker. Veränderungen bei der Verpackung ja, aber eben nicht beim Inhalt.

Zu den Festtagen mögen es die Deutschen am liebsten traditionell, bestätigt auch Solveig Schneider vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Nach Angaben des Bundesverbands vernascht jeder Deutsche in der Saison rund 900 Gramm saisonale Gebäcke. Die Menge sei seit einigen Jahren relativ stabil. dpa

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14.10.2016, 06:00 Uhr

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