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Finanzierung

Land fördert Gründer mit Kleinkrediten

Das Wirtschaftsministerium legt mit der landeseigenen L-Bank ein Programm für Startups auf.

12.04.2017
  • AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Drei Stuttgarter Studenten glauben, eine Lücke im Bildungssystem gefunden zu haben, mit der sie Geld verdienen können: „Schulen und Lehrer verfügen heutzutage nicht mehr über ausreichend Kapazitäten, Kinder angemessen im Erwerb der Schrift- und Sprachkompetenz zu fördern“, schreiben Andrea Busch, Thomas Daniel Rausch und Franziska Freudenberg auf ihrer Crowdfunding-Website.

Daher wollen die Studenten Menschen überzeugen, ihnen Geld zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre Geschäftsidee verwirklichen können: eine App für Tablets und Smartphones mit der Kinder, besonders Legastheniker, besser schreiben und sprechen lernen. Als Gegenleistung bekämen Unterstützer die fertige App, die – falls sie jemals programmiert wird – über das Internet vertrieben werden soll, geplant ist ein Abonnement-Modell.

Dieses und ähnliche Projekte fördert das Land künftig über die landeseigene L-Bank verstärkt mit niedrig-verzinsten Krediten von bis zu 10 000 EUR. Gestern stellte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) ein neues Programm vor, mit dem kleine Unternehmen und Firmengründer, so genannte Startups, einfacher an Geld kommen sollen. „Es gibt ein Marktversagen in diesem Bereich“, begründete Hoffmeister-Kraut den staatlichen Eingriff. „Die klassischen Hausbanken decken das nicht ab.“ Das Programm solle der Gründung von Kleinunternehmen „einen neuen Schub geben“.

Das Programm mit dem Namen „MikroCrowd“ sieht zwei Varianten vor: Die erste sieht die Schwarmfinanzierung über Crowdfunding vor. In Baden-Württemberg ansässige Gründer überzeugen im Internet, vorher informiert und geprüft durch Gründungsberater des Landes, Menschen von ihrer Geschäftsidee. Funktioniert das und es kommt mindestens die Hälfte des Finanzierungsbedarfs zusammen, ist ein Kredit bis zu 10 000 EUR von der L-Bank möglich.

Variante zwei funktioniert mit Eigenkapital statt Crowdfunding. Die L-Bank stellt dann bis zu 12 500 EUR und maximal 80 Prozent des Finanzierungsbedarfs per Direktdarlehen.

Das Wirtschaftsministerium fördert das Programm mit insgesamt 445 000 EUR für die nächsten vier Jahre. Axel Habermehl

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12.04.2017, 06:00 Uhr

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