Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

Landesregierung will Kinderschutz verbessern

Die Landesregierung fordert Konsequenzen aus dem Fall des kleinen Alessio.

22.11.2016

Von dpa/lsw

Aktenordner mit der Aufschrift «Lenzkirch». Foto: Winfried Rothermel/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Der Dreijährige aus Lenzkirch im Schwarzwald starb vor fast zwei Jahren. Sein Stiefvater hatte ihn so schwer misshandelt, dass der Junge den Verletzungen erlag. Das Ministerium für Soziales und Integration will nun im Jahr 2017 mit dem Landesjugendamt und den Jugendämtern in Städten und Kreisen ein Konzept erarbeiten, um den Kinderschutz im Land weiterzuentwickeln. «Wir als Gesellschaft müssen künftig alle zusammen genauer hinschauen, wie die Arbeit vor Ort in diesem Bereich organisiert wird», sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) der «Schwäbischen Zeitung» (Dienstag).

Deshalb will Lucha nun Empfehlungen für die Jugendämter im Land erarbeiten. Es könne zum Beispiel überall im Land zu regelmäßigen Fallkonferenzen kommen, bei denen Entwicklungen und Risiken in gefährdeten Familien genau besprochen würden. Diskutiert werden könne auch eine Art Ampelsystem für die Risikobewertung. Zuständig für die Rechtsaufsicht über die Jugendämter sind die Regierungspräsidien (RP) und als höchste Instanz das Innenministerium. Im Fall Alessio war das Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald massiv in die Kritik geraten.

Zum Artikel

Erstellt:
22. November 2016, 08:26 Uhr
Aktualisiert:
21. November 2016, 20:31 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. November 2016, 20:31 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen