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Fahrpläne im Heft-Format

Landkreis sucht Kompromiss-Lösung für wegfallende Naldo-Bücher

In der öffentlichen Kritik an den wegfallenden Naldo-Fahrplanbüchern ab Dezember bahnt sich ein Kompromiss an.

22.10.2014
  • Christiane Hoyer

Kreis Tübingen. Landrat Joachim Walter kündigte bei der Haushaltsklausur an, der Kreis werde sich einen „Lückenschluss“ für das wegfallende Fahrplanbuch überlegen. Dabei geht es auf TAGBLATT-Nachfrage um folgende Idee: Die Kreisbehörde erhält vom Verbund Naldo zur internen Nutzung Dienstfahrplanbücher. Diese könnte der Landkreis in einer limitierten Auflage in Din A4-Heft-Format den Kreisbewohnern zur Verfügung stellen. „Bis jetzt ist das aber nur ein Vorschlag, den wir noch intern diskutieren müssen“, macht Landrats-Vize Hans-Erich Messner deutlich. Diese Lösung müsse „finanzierbar“ sein und könne auch ohne Kreistagsbeschluss kurzfristig entschieden werden. Der Beschluss zur Abschaffung der Fahrplanbücher fiel im Sommer im Naldo-Aufsichtsrat (wir berichteten). Bis auf den Kreis Tübingen hätten die anderen drei Landkreise, die zum Verbundgebiet gehören (Reutlingen, Zollern-Alb, Sigmaringen), wenig Interesse an der Druckversion bekundet, so Messner. Auf eigene Kosten eine limitierte Auflage für 30.000 Euro im Jahr zu drucken, habe der Kreis Tübinger aber abgelehnt.

Seitdem publik wurde, dass Naldo keine Fahrplanbücher mehr drucken wird, sondern nur noch Fahrpläne für einzelne Bus-und Bahnlinien herausgibt, wurde von vielen Seiten Kritik laut. Unter anderem vom Tübinger Stadtseniorenrat. Ihr Vorsitzender Uwe Liebe-Harkort schrieb Naldo und den Landrat an. Das Naldo-Argument, das gedruckte Fahrplanbuch sei bereits an seinem Erscheinungsdatum wegen zahlreicher Fahrplanänderungen nicht mehr aktuell, hält Liebe-Harkort für „vorgeschoben“. Er bemängelt den fehlenden Service und die Unübersichtlichkeit der einzelnen Minifahrpläne. Von der Naldo-Geschäftsstelle bekam Liebe-Harkort zuletzt die Antwort: „Es bleibt dabei, dass wir über die Bewertung des Pro und Contra der Naldo-Fahrplanbücher nicht zusammenkommen. Definitiv wird es zum Fahrplanwechsel 2015 im Dezember die vier Naldo-Fahrplanbücher nicht geben.“

Kritik kam auch vom Grünen-Kreisrat Gerd Hickmann, der den Kreis Tübingen im Naldo-Aufsichtsrat vertritt und im Juli gegen die Entscheidung votiert hatte. Das Naldo-Fahrplanbuch, so Hickmann, sei ein „absolut notwendiges Informationsmedium“.

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22.10.2014, 12:00 Uhr

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