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Abfuhr nur noch auf Abruf

Landkreis will Sperrmüll ab 2016 per Bestellung abholen

Der Landkreis Tübingen will Sperrmüll und Holz im kommenden Jahr nur noch auf Anforderung abholen. Der Kreistag wird am Mittwoch in öffentlicher Sitzung darüber abstimmen.

14.06.2015
  • hoy

Kreis Tübingen. Bisher gibt es in der ersten Jahreshälfte immer einen festen Termin im Abfallkalender, in dem der Abfallzweckverband Sperrmüll und Holzabfälle nach Bezirken abholen lässt. In der zweiten Jahreshälfte können Kreisbewohner dann nach Bedarf noch einmal per Postkarte ihren Sperrmüll abholen lassen – so wie beim Elektro- und Metallschrott auch. Das bisherige System hat Schwächen, erklärt Dezernent Werner Walz. Viele Bürger stellen Sachen vor die Türe, die nicht sauber getrennt sind.

Außerdem habe die Zahl der Leute, die den Sperrmüll vorab einsammeln und ihn gewinnbringend weiterverkaufen, stark zugenommen. Diese Gewerbetreibenden würden sich dann an anderer Stelle der Dinge wieder entledigen, die sie nicht verkaufen können. So entstünden „Wildablagerungen“ und zusätzlicher „Aufräumaufwand“. Bei einer Umstellung „auf Abruf“ verspreche sich der Landkreis eine „geordnetere Entsorgung“, die zudem flexibler auf den Bedarf reagieren könne – die Termine werden kurzfristig bekannt gegeben und stehen nicht im Abfallkalender.

Nach Informationen des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises gibt es nur noch in neun der 44 Stadt- und Landkreises Baden-Württembergs Straßensammlungen von Sperrmüll zu festen Terminen, teils mit Einschränkungen. Nur drei Stadt-und Landkreise machten reine Straßensammlungen. Auch eine andere Bilanz lässt aufhorchen: Schon jetzt wird knapp die Hälfte des Sperrmülls und Holzabfalls (48 Prozent) direkt beim Zweckverband in Dußlingen abgeliefert. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 7 670 Tonnen an Sperrmüll und Holzabfall im Kreis zusammen – 52 Prozent davon wurden abgeholt, 39 Prozent über die Straßensammlung, 13 Prozent über Abrufkarten.

Der Kreistag wird am Mittwoch außerdem über die Standorte des neuen Jugendamtskonzepts „Beratungsoffensive“ abstimmen sowie über eine Strukturreform der Pflegestützpunkte. Auch die neuen Bestimmungen zur Holzvermarktung sind Thema in der öffentlichen Sitzung, die um 15 Uhr beginnt (Wilhelm-Keil-Straße 50): Der Landkreis will in Zukunft eine Holzverkaufsstelle einrichten.


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