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Stuttgart

Lange: Geld für Flaggschiffe statt für neue Museen

26.11.2015
  • DPA

Stuttgart: Deutschland muss nach Ansicht der Chefin der Stuttgarter Staatsgalerie seinen Museums-Boom bremsen. "Wer soll sich das denn alles noch anschauen?", fragte die Direktorin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur - und bringt damit etliche Kollegen kleinerer Häuser gegen sich auf.

Sie wolle keine kleine Museen schließen, beruhigte Lange. Aber sie wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die öffentliche Hand Gefahr läuft, sich im Kleinteiligen zu verlieren." Wer das Niveau der Kunstmuseen hoch halten wolle, müsse die Kulturgelder in "Flaggschiffe" stecken und nicht in immer neue Museen oder Ausstellungshäuser. "Es ist wichtiger, dass die Dresdner Museen adäquat renoviert werden und deren Schätze restauriert werden, als jedes hübsche Schlösschen im Umland proper herauszuputzen." Während die großen Häuser wie die Staatsgalerie Stuttgart zuletzt "keine nennenswerten Budgetsteigerungen" erhalten hätten, würden überall Museen eröffnet, weil etwa Privatsammler vermeintliche Geschenke machten.

Lange hat für heute und morgen zu einem Symposium eingeladen. Der Titel: "Die Grenzen des Wachstums. Das Kunstmuseum gestern, heute und morgen." "Wenn wir es weiterlaufen lassen, dann werden wir in den nächsten 20 Jahren in Deutschland weitere 2000 Museen und Ausstellungshäuser on Top bekommen", warnte Lange.

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26.11.2015, 08:30 Uhr

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