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Lange Schlangen vor Theke und Buffet
Mahlzeit für Fleischliebhaber: Uni-Mensen bieten inzwischen aber auch vegetarische Gerichte. Foto: Volkmar Könneke
Infrastruktur

Lange Schlangen vor Theke und Buffet

Die Zahl der Studenten ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. An etlichen Hochschulstandorten sind die Mensen zu klein.

04.11.2016
  • ANDREAS CLASEN

Ulm/Stuttgart. Sage und schreibe 90 Millionen Essen jährlich bereiten die Studentenwerke in Deutschland zu. Das Ziel der Hochschulgastronomie ist, „die Studierenden mit gutem und preisgünstigem Essen zu versorgen“, sagt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Zumindest in Baden-Württemberg gelingt das den Köchen in den Mensen häufig, wie eine Umfrage der SÜDWEST PRESSE an sechs von neun Universitätsstandorten im Land zeigt.

Dafür kritisieren mehrere befragte Studierendenvertreter zu kleine Räume für die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Zahl an Studenten, was sich etwa in rare Sitzplätze und zum Teil lange Warteschlangen äußere. In der Umfrage war von solchen Problemen speziell an den Universitäten in Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Ulm zu hören. Der Ausbau der Infrastruktur hinkt offensichtlich der rasant gewachsenen Nachfrage hinter- her.

Eine gemeinsame Antwort vom Finanz- und dem Wissenschaftsministerium in Stuttgart auf eine Anfrage unserer Zeitung unterstützt diesen Befund. Einerseits wird zwar durchaus investiert: Rund 25 Millionen Euro insgesamt haben kürzlich abgeschlossene Sanierungen und teilweise Erweiterungen der Mensen an den Hochschulen Offenburg und Heilbronn sowie an der Universität Mannheim gekostet. Knapp acht Millionen Euro fließen in laufende Arbeiten an der Universität Hohenheim und dem Karlsruher Institut für Technologie.

Andererseits ist eine andere Liste mit Standorten deutlich länger, jene nämlich, an denen Neubauten, Sanierungs- und Erweiterungsprojekte noch im Entwicklungsstatus weilen. In ihr finden sich auch alle jene Universitäten wieder, deren Studierendenvertreter die Platzverhältnisse in den Mensen kritisiert hatten, also Stuttgart, Tübingen, Freiburg, Ulm – zusätzlich sind die Hochschulen Reutlingen und Rottenburg aufgeführt. Bis all diese Projekte vollendet sind, werden noch Jahre vergehen.

Die Studierendenwerke sehen aber nicht nur in Baden-Württemberg, sondern deutschlandweit Nachholbedarf beim Mensaausbau. Sie fordern einen Bund-Länder-„Hochschulsozialpakt“ für „die soziale Infrastruktur für Studierende“. Allein für den Ausbau und die Sanierung der Mensa-Kapazitäten der 58 Studentenwerke seien in den kommenden Jahren 800 Millionen Euro notwendig, sagte jüngst Achim Meyer auf der Heyde. „Die Mensa-, aber auch die Wohnheim-Kapazitäten der Studentenwerke müssen mit dem Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten mitwachsen.“

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04.11.2016, 06:00 Uhr

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