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Motorsport

Lasset die Rennen wieder beginnen

Nach knapp vier Monaten Winterpause startet die Formel 1 am kommenden Wochenende in die neue Saison. Dabei sorgt bereits vor dem Start in Melbourne eine Neuerung an den Boliden für Aufregung. Bei den vermeintlichen Titelkandidaten hat sich hingegen wenig

22.03.2018
  • CHRISTIAN KERN

Melbourne. Quietschende Reifen, packende Duelle bei über 300 km/h und spektakuläre Kollisionen – das alles und noch vieles mehr erwartet die Motorsport-Fans ab dem kommenden Wochenende in der neuen Saison der Formel 1. Zudem liefert die schnellste Rennserie der Welt in diesem Jahr kontroverse Neuerungen, altbekannte Strecken, neue Gesichter und die üblichen Favoriten. Die neue Saison im Überblick.

Die Neuerungen

Nach über 60 Jahren verabschiedet sich die Formel 1 vom Freiluftcockpit – und begrüßt den neu eingeführten Cockpit-Schutz „Halo“. Die im Blickfeld des Fahrers zusammenlaufenden Titanstreben sollen die Sicherheit der Fahrer gerade bei Kollisionen erhöhen, dennoch stieß der Cockpit-Schutz bei vielen Anhängern auf Kritik. Der Grund dafür ist simpel: Viele finden den Halo schlicht hässlich.

Daneben hat der Weltverband Fia weitere Änderungen im Reglement vorgenommen. So dürfen die Teams 2018 nur noch zwei statt drei Mal den Motor wechseln. Zudem verschwinden in diesem Jahr die T-Flügel, die wackelnden Kleiderbügeln ähnelten, wieder.

Auch in Sachen Reifen hat sich einiges getan. Der Hersteller Pirelli entwickelte zur neuen Saison einen neuen Reifensatz mit dem Namen Hypersoft. Dieser soll dank der weichsten Gummimischung, die Pirelli für die Formel 1 jemals entwickelt hat, für noch schnellere Zeiten auf der Rennstrecke sorgen. Damit diese möglichst viele Zuschauer live vor dem Fernseher miterleben, hat die Formel 1 die Startzeiten um 70 Minuten nach hinten verschoben.

Die Strecken

In diesem Jahr hat es der Rennkalender der Formel 1 in sich: 21 Rennen verteilt auf insgesamt fünf Kontinente – und das in weniger als acht Monaten. Dabei wird neben den traditionsreichen Rennen wie etwa der Große Preis von Monaco zum ersten Mal seit 2008 wieder ein Grand Prix in Frankreich (Le Castellet) ausgetragen. Das größte Highlight aus deutscher Sicht ist aber selbstverständlich die Rückkehr des Großen Preises von Deutschland auf dem Hockenheimring. Das Saisonfinale findet, wie auch schon in den vergangen Jahren, in Abu Dhabi statt.

Die Teams

Auch wenn es im Vorfeld der Saison einige Gerüchte um neue Rennställe gab: 2018 müssen sich die Fans mit den gleichen Teams wie im Vorjahr begnügen. Große Veränderungen gab es jedoch bei den Motorlieferanten. So bezieht das McLaren-Team in der kommenden Saison ihre Motoren von Renault und nicht mehr von Honda. Neuer Kunde des japanischen Autoherstellers wird die Scuderia Toro Rosso.

Die Fahrer

Im Winter drehte sich das Fahrerkarussell in der Formel 1 wieder einmal kräftig. Einer der Leidtragenden war dabei der Mondorfer Pascal Wehrlein, der sein Cockpit bei Sauber verlor. Den Platz des 23-Jährigen übernimmt der ehemalige GP3-Sieger Charles Leclerc. Bei Williams tritt der Russe Sergei Sirotkin in die Fußstapfen von Felipe Massa. Für die Scuderia Toro Roso der Australier Brendon Hartley zusammen mit dem Franzsosen Pierre Gasly die Rennen bestreiten. Ansonsten bleiben die Gesichter im Fahrerlager die gleichen wie in 2017.

Die Favoriten

Bei den Frühjahrstest in Barcelona wurde deutlich, dass auch beim diesjährigen Titelrennen kein Weg am Branchenprimus Mercedes vorbei führt. Besonders Weltmeister Lewis Hamilton bewies in Spanien mit starken Rundenzeiten seine Frühform. Mithalten konnte da nur Ferrari mit Sebastian Vettel. Vieles deutet also auf eine Neuauflage des Duells Mercedes gegen Ferrari um den Titel hin. Dieses könnte von Red Bull beeinflusst werden. Denn auch die Fahrer des österreichischen Rennstalls, Max Verstappen und Daniel Ricciardo, wollen im Kampf um den WM-Titel ein Wörtchen mitreden. In diesen wollte sich auch McLaren einmischen, doch nach dem Desaster des Traditionsteams bei den Tests bleibt dieses Vorhaben wohl nur ein Traum. Echte Außenseiterchancen kann sich von den übrigen Teams wohl nur Renault um den deutschen Piloten Nicolas Hülkenberg ausrechnen.

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22.03.2018, 06:00 Uhr

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