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Lastwagen rast in den Berliner Weihnachtsmarkt
Dieser Lastwagen fuhr auf den Berliner Weihnachtsmarkt nahe der Gedächtniskirche. Er tötete mindestens neun Menschen. Foto: dpa
Mindestens 9 Tote und 50 Verletzte in Berlin

Lastwagen rast in den Berliner Weihnachtsmarkt

Ein Lkw versetzt die Besucher eines Weihnachtsmarkts in Schrecken. Die Fahrt fordert mindestens neun Tote und 50 Verletzte. Anschlag nicht ausgeschlossen.

20.12.2016
  • JAN DIRK HERBERMANN

Berlin. Bei einem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind am Montagabend mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Der Generalbundesanwalt hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Der schwarze Lastwagen war über den Gehweg am Breitscheidplatz gefahren und hatte mehrere Buden zerstört. Bundespräsident Gauck sagte am Abend: „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt.“

Laut Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen. Ein weiterer, der sich im Fahrerhaus befunden hat, soll tot sein. Über die Todesursache gab es keine Angaben. Ob der Vorfall einen terroristischen Hintergrund hat, ist bislang offen. Die Berliner Polizei forderte die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und keine Gerüchte zu verbreiten.

Der Lastwagen fuhr nach Polizeiangaben auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt zwischen den Ständen durch. Der Lastwagen, der ein polnisches Nummernschild hat, kam auf der Budapester Straße zu stehen. Der Fahrer flüchtete zunächst. Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert.

Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort. Nach Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) war die Lage am Abend wieder unter Kontrolle. Der Regierungschef reagierte geschockt auf die Attacke als er den Unglücksort besuchte. „Was wir hier sehen, ist dramatisch,“ sagte Müller. Seine Gedanken seien bei den Familien, die Tote oder Verletzte zu beklagen hätten.

Bei einem Anschlag im Juli in Nizza waren 86 Menschen ums Leben gekommen, als ein Terrorist mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr. Damals hatte der Islamische Staat (IS) die Verantwortung übernommen. dpa

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20.12.2016, 06:00 Uhr

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