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Ein Ritt mit vollem Risiko

Laurenz Buhl gewinnt den Großen Preis von Tübingen

Ein Heidelberger Rookie stahl allen die Show: Am Sonntag beim Landeschampionat qualifizierte sich Laurenz Buhl auf Oratorio de Grandry als letzter fürs Stechen des Großen Preises von Tübingen. Dort kam keiner an den 19-Jährigen heran, auch nicht Vielseitigkeits-Weltmeister Michael Jung.

03.07.2012
  • Fabian Ziehe

Rookie vor Reit-Routinier: Das 17. Tübinger Landeschampionat

© Ziehe 03:03 min

Tübingen. Wer sich früh eine Meldeliste für den Großen Preis von Tübingen besorgt hatte, las etwas verwundert, dass da noch ein 35. Starter sich in den Parcours mit den 13 Hindernissen begab. Laurenz Buhl (RV Heidelberg) auf Oratorio de Grandry hatte sich erst recht spät an gemeldet. Als er dann am Sonntagnachmittag im Umlauf um den Einzug in die Finalrunde ritt, war klar: Es brauchte einen fehlerfreien Ritt.

„Das war schon etwas überraschend für mich, zumal ich Oratorio noch nicht allzu lange habe“, sagte der 19-Jährige, der bald eine Ausbildung im Stall des Springreit-Routiniers Dietmar Gugler in Pfungstadt anfangen wird. So keimte in ihm die Hoffnung, tatsächlich beim Kampf um den Großen Preis von Tübingen noch mitzumischen, bei dem den Sieger ein Preisgeld von 1200 Euro erwartete.

Nur die acht Besten sollten Einziehen – oder eben alle diejenigen ohne Fehler im Umlauf. Der Pliezhäuser Alexander Kern, der für die Tübinger Reitgesellschaft startet, verpasste mit einem Abwurf das Finale. „Ein ärgerlicher Flüchtigkeitsfehler – und so ist das ganze Wochenende gelaufen“, sagte Kern.

Laurenz Buhl gewinnt den Großen Preis von Tübingen
Angeschmiegt an Oratorio de Grandry meisterte Laurenz Buhl dieses eine von insgesamt 13 Hindernissen beim Großen Preis vom Tübingen am Sonntag im Rahmen des Tübinger Landeschampionats. Bild: Ulmer

Den Einzug in die Finalrunde schaffen neun Reiter. Laurenz Buhl war noch mit seinem zweiten Pferd Lavinio 10 vertreten. Aber auch Springroutinier Timo Beck (RV Stall Hanauerland) war mit zwei Pferden ins Finale eingezogen – und Favorit war der Horber Vielseitigkeits-Weltmeister Michael Jung (RSG Altheim) auf Der Dürer.

Das Finale auf dem gekürzten Parcours wurde Andreas Brünz (RC Aischbach/Gültstein) am vorletzten Hindernis zum Verhängnis: Sein Pferd Millenium de Roy krachte ins Hindernis und warf ihm ab. Eine Schrecksekunde, doch Brünz war sofort wieder auf den Beinen. „In so einem verkürzten Lauf versucht eben jeder, volles Risiko zu gehen“, sagte Buhl. Er hatte mit Oratorio de Grandry 36,75 Sekunden vorgelegt – da kam keiner ran. Beck kam fehlerfrei mit Cayenne 122 auf Platz drei, Christian Heideker (RK St. Johann) auf Platz zwei.

Jung hätte eindeutig die beste Zeit gehabt, scheiterte aber am vorletzen Hindernis. „Der Dürer ist trotzdem zwei super Runden gelaufen – gerade im Umlauf war er Spitze“, sagte Jung. Er kam so nur auf Platz vier – was verkraftbar war, da er die Tage zuvor fast alles gewonnen hatte, was es zu gewinnen gab. „Am Freitag und am Samstag ist er auch spitze gelaufen. Insofern kann man da gar nicht meckern“, sagte Jung.

Der Routinier trug es mit Fassung, der Rookie mit Stolz: „Das freut einen natürlich, wenn man Michael Jung mal hinter sich gelassen hat“, freute sich Buhl.

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03.07.2012, 12:00 Uhr

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