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Konzern widerspricht

Laut Monsanto ist Glyphosat nicht krebserregend

Der US-Konzern Monsanto, der das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat auch in Deutschland vertreibt, hat mit einer Erklärung auf den TAGBLATT-Artikel über die Verwendung des Pestizids in Pfrondorf durch einen Gärtner der Firma Brennenstuhl reagiert.

16.07.2015
  • hoy

Tübingen. Die Monsanto-Vertretung in München und deren Sprecherin schreibt in ihrer Erklärung vom 13. Juli von „Fehldarstellungen und Mythen“. Das Pestizid mit dem Wirkstoff Glyphosat sei keineswegs „krebserregend für Menschen“, so Daniela Küsters. Glyphosat werde „fortlaufend überprüft“ und zähle in seiner 40-jährigen Historie zu den „am meisten und besten untersuchten Wirkstoffen“.

Bei der jetzt anstehenden Wiederzulassung habe das zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2777 neue Veröffentlichungen überprüft und sei in seinem Bericht zu dem Ergebnis gekommen: „Es gibt keine fachlich fundierten Hinweise auf mutagene, krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Eigenschaften und auch keine Hinweise auf endokrinschädliche Eigenschaften.“ Auch das zuständige „Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) sei zu dem Ergebnis gekommen: Glyphosat gilt bislang als „nicht krebserregend für Menschen“.

Die Langzeitstudie des Toxikologen Gilles-Éric Séralini kommt dagegen zu dem Ergebnis: Erst der Moleküle-Mix in Unkrautmitteln wie Roundup mache Glyphosat zum Killer. Das zumindest berichtete „Der Spiegel“ in seiner Ausgabe vom 6. Juni. Séralini verfütterte in seiner Studie Roundup an Ratten, in allen anderen Fällen hätten Forscher pures Glyphosat getestet, erklärte der französische Toxikologe und Glyphosat-Kritiker im Spiegel.

In Pfrondorf hatte Firmeninhaber Hugo Brennenstuhl wie berichtet das Pestizid von einem Gärtner auf mehreren Grundstücken ausbringen lassen – darunter ein Areal, das bis zum Haldenbach führt und dort nach den Umweltschutzbestimmungen nichts zu suchen hat.

Das zuständige Landratsamt reagierte mit einer Verwarnung und fordert den „Sachkundenachweis“ des Gärtners ein. Inhaber Hugo Brennenstuhl hatte auf TAGBLATT-Nachfrage erklärt: „Ich habe das Verwenden von Glyphosat ab sofort verboten.“

Laut Monsanto ist Glyphosat nicht krebserregend

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16.07.2015, 12:00 Uhr

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