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Lebensmittel: Studie warnt vor Engpass
Eine Erntehelferin in Indien trägt Getreide auf dem Kopf. Foto: dpa
Versorgung

Lebensmittel: Studie warnt vor Engpass

Die Bevölkerung wächst weltweit, damit steigt auch der Druck auf den Ernährungssektor.

05.12.2016
  • DPA

München. Die Zukunft der weltweiten Lebensmittelversorgung ist nach einer neuen Studie sehr ungewiss. Die Unternehmensberatung PwC hält für das Jahr 2050 sowohl ein ausreichendes Nahrungsmittelangebot als auch Knappheit und steigende Preise für denkbar – abhängig vor allem davon, wie Regierungen und Lebensmittelindustrie auf die Herausforderungen der wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung reagieren.

Die europäischen Regierungen müssten sich mehr anstrengen, um für den technologischen Wandel in der Landwirtschaft günstige Voraussetzungen zu schaffen, heißt es in dem Papier – ein heißes Eisen, da „technologische Innovation“ in der Landwirtschaft den in Europa höchst umstrittenen Einsatz genveränderten Saatguts bedeutet.

„Smarte“ Zuchtmethoden, Genom-Editierung und genetische Veränderung könnten in der Lage sein, „dürre- und hitzebeständiges Anbaugut zu produzieren und die Folgen der globalen Erwärmung abzumildern“, heißt es in dem Papier. Die Autoren gehen von ähnlichen Grundannahmen aus, wie sie die Welternährungsorganisation FAO aufgestellt hat: Ein Wachstum der Weltbevölkerung auf über 9 Mrd. Menschen bis 2050 würde bedeuten, dass die Lebensmittelproduktion um 70 Prozent gesteigert werden müsste. Stellt die Bevölkerung in Entwicklungsländern ihre Ernährung auf westliche Gewohnheiten um, müssten die Produktion von Fleisch, Eiern und Milchprodukten stark steigen.

Die optimistische Einschätzung geht davon aus, dass trotz wachsender Weltbevölkerung und globaler Erwärmung dank technologischen Fortschritts und genveränderten Saatguts genug Lebensmittel produziert werden können und die Lebensmittelpreise niedrig bleiben. Eine Voraussetzung wäre, dass die Liberalisierung des Welthandels fortschreitet. Am anderen Ende der Skala steht eine pessimistische Einschätzung: Auch die Technologisierung der Landwirtschaft könnte nicht verhindern, dass die globale Lebensmittelproduktion wegen der globalen Erwärmung sinkt. Die Nahrungsmittelversorgung würde volatil. dpa

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05.12.2016, 06:00 Uhr

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