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Gesundheit

Lebensretter in Taschengröße

Die Zahl der Defibrillatoren in Sulz soll erhöht werden. Bislang gibt es acht dieser Geräte – vor allem in der Kernstadt, aber kaum in den Ortsteilen.

29.10.2016
  • Cristina Priotto

Wenn das Herz aus dem Takt gerät, ist schnelle Hilfe gefragt. Mehr als 100000 Menschen im Jahr sterben in Deutschland am sogenannten plötzlichen Herztod.

Bei rechtzeitigem Einsatz kann ein handtaschengroßes Gerät lebensrettend sein: Sogenannte Defibrillatoren werden seit einigen Jahren an immer mehr öffentlich zugänglichen Stellen installiert.

Bei der Blutspenderehrung vor zwei Wochen demonstrierten Mitglieder des DRK den Einsatz eines solchen Apparats zur Wiederbelebung mit elektrischen Impulsen zur Wiederherstellung eines regelmäßigen Herzschlags – und beeindruckten damit die Zuschauer.

Bürgermeister Gerd Hieber zeigte sich so angetan von dem „Defi“, dass der Rathauschef spontan die Anschaffung eines solchen Geräts für das Sulzer Rathaus ankündigte, zumal Helmut Woitas versicherte, die Handhabung sei simpel. Die Anleitung zur Bedienung funktioniert per Sprachsteuerung, Ersthelfer werden darin ohnehin geschult.

Das Rathaus als Standort hat den Vorteil, zentral gelegen, tagsüber lange geöffnet zu sein und regen Publikumsverkehr zu verzeichnen.

Zwei weitere Defibrillatoren befinden sich in der Kreissparkasse sowie im Backsteinbau. Erstere hat tagsüber ebenfalls günstige Öffnungszeiten und liegt gut erreichbar. Auch der Backsteinbau ist als Veranstaltungsort mit hunderten Besuchern eine kluge Wahl. Die Verteilung auf Innenstadt, Breite und Neckarwiesen ist somit gut.

Auf Kastell finden sich gleich drei Defibrillatoren: Einer bei VBM, einer bei „Wafi“ und einer im Feuerwehrhaus. Auf der Schillerhöhe hingegen herrscht diesbezüglich noch Fehlanzeige.

Noch größer ist die Schieflage bei der Verteilung auf die Stadtteile: Im größten Sulzer Ortsteil Bergfelden gibt es einen Lebensretter zentral in der Dickeberghalle, in Holzhausen lagert eines der Geräte im FCClubheim, wo sich bei Heimspielen hunderte Fußballfans aufhalten. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands wäre also rasch ein technischer Lebensretter parat.

In den sieben anderen Teilorten Dürrenmettstetten, Fischingen, Glatt, Hopfau, Mühlheim, Renfrizhausen und Sigmarswangen gibt es bislang aber noch keinen Defibrillator. Womöglich macht der Gemeinderat es sich im Zuge der Etatberatungen ja zu einer Herzenssachez, über mögliche weitere Anschaffungen zu diskutieren.

Wo in Sulz und Ortsteilen gibt es Defibrillatoren?

Kernstadt:

a) Innenstadt: Kreissparkasse, Backsteinbau, Albeck-Gymnasium

b) Kastell: Firma „Wafi“, Firma VBM, Feuerwehrhaus

Bergfelden: Dickeberghalle

Holzhausen: Clubheim des FCH

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29.10.2016, 01:00 Uhr

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